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Gesundheit aus einer Frauen- und Genderperspektive: Für gleiche Chancen und weniger Risiken

Frauen und Mädchen unterscheiden sich oft signifikant in ihren Gesundheitsrisiken, ihrem Gesundheitsverhalten und Krankheitsverläufen von Männern und Burschen. Bei trans, inter und nichtbinären Personen zeigen sich besondere gesundheitliche Benachteiligungen durch Diskriminierung im Gesundheitswesen sowie fehlende Gesundheitsangebote. Diese Unterschiede, geprägt durch Lebensphasen und sozioökonomische Faktoren, erfordern gezielte Maßnahmen in der Praxis, Forschung, Strategieentwicklung und Aus- und Weiterbildung von Fachkräften im Gesundheitssystem. 

Ziel der GÖG ist die Bündelung von Expertise zum Themenfeld Frauen- und Gendergesundheit. Das umfasst die Förderung des Wissens- und Erfahrungsaustausches zwischen Entscheidungsträger:innen, zivilgesellschaftlichen Organisationen sowie Fachexpert:innen, die Bereitstellung qualitätsgesicherter Informationen in Form von Berichten, Factsheets, Tools und Fortbildungsangeboten.

Als Nationaler Focal Point Frauengesundheit koordiniert die GÖG seit 2019 die bundesweite Umsetzung des Aktionsplans Frauengesundheit, unterstützt Focal Points für Frauengesundheit in den Bundesländern, forciert nationale und internationale Vernetzungsarbeit mit relevanten Akteur:innen und bündelt Expertise zum Thema.

Aktionsplan Frauengesundheit (GÖG)

Seit 2022 gibt es die Koordinationsstelle Frauen- und Gendergesundheit:

Koordinationsstelle Frauen- und Gendergesundheit

Zum Schwerpunkt: Frauen- und Gendergesundheit

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Mit der Erstellung des Aktionsplans Frauengesundheit startete im Jahr 2015 ein breit angelegter Prozess zur Verbesserung der Gesundheit von Frauen in Österreich unter Beteiligung zahlreicher Expert:innen. Zur bundesweiten Koordination wurde 2019 ein Nationaler Focal Point für Frauengesundheit an der GÖG eingerichtet. Im Rahmen der bundesweiten Koordination werden jährlich zwei bis drei Focal Point Meetings sowie ein FrauenGesundheitsDialog ausgerichtet.

Aktionsplan Frauengesundheit

Focal Point Meetings

2022 wurde nach 10 Jahren wieder ein Frauengesundheitsbericht erstellt. Der Bericht liefert Daten zur gesundheitlichen Situation von Mädchen und Frauen in Österreich, unter anderem zu häufigen Erkrankungen, Gesundheitsverhalten und Todesursachen. Er konzentriert sich zudem auf Themen wie Körper- und Selbstbilder von Mädchen und Frauen, sexuelle Gesundheit, Menstruationsgesundheit, die Wechseljahre, gynäkologische Versorgung, reproduktive Selbstbestimmung, psychische Gesundheit, Gewalt gegen Mädchen und Frauen sowie deren gesundheitliche Auswirkungen und den Zugang zu Gesundheitsinformationen und -angeboten für Mädchen und Frauen.

Frauengesundheitsbericht 2022

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Der FrauenGesundheitsDialog findet jährlich statt. 2026 wird er zum neunten Mal ausgerichtet. Er dient neben der Diskussion von aktuellen Themen im Bereich der Frauengesundheit entlang aller Lebensphasen und vielfältiger Lebensrealitäten vor allem der Vernetzung und dem Austausch der Akteur:innen, die sich mit dem Thema Mädchen- und Frauengesundheit befassen. Die Dokumentationen der FrauenGesundheitsDialoge geben einen Einblick:

9. FrauenGesundheitsDialog (folgt)

8. FrauenGesundheitsDialog

7. FrauenGesundheitsDialog

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Seit 2022 werden mittels inhaltlicher Schwerpunktsetzungen weitere gesundheitsrelevante Aspekte aus dem Themenbereich Gendergesundheit bearbeitet und vorangetrieben. Dadurch sollten genderbezogene gesundheitliche Risiken reduziert und die Chancen auf gesunde Lebensjahre unabhängig vom Geschlecht erhöht werden. Im Jahr 2022 wurde von der Koordinationsstelle Frauen- und Gendergesundheit der erste LGBTIQ+-Gesundheitsbericht erstellt.

Im Auftrag des Gesundheitsministeriums wurde 2024 ein Gendergesundheitsbericht zum Themenschwerpunkt sexuelle und reproduktive Gesundheit erstellt. Mit dem Bericht liegen erstmals umfassende und komprimierte Informationen zu sexueller und reproduktiver Gesundheit in Österreich vor. Obwohl die WHO seit 2000 sexuelle und reproduktive Gesundheit als Teil der Gesundheit anerkennt, wird sie im österreichischen Gesundheitswesen noch immer wenig berücksichtigt. Dabei umfasst sexuelle Gesundheit viele Dimensionen weit über sexuell übertragbare Krankheiten hinaus. Die Daten zeigen, dass eine geschlechtersensible Betrachtung zentral ist, da gesundheitliche Bedürfnisse, Zugänge und Risiken je nach Geschlecht unterschiedlich sind. Der Bedarf an einer koordinierten und geschlechtersensiblen Gesamtstrategie für sexuelle und reproduktive Gesundheit sowie dem Abbau von Zugangsbarrieren zu sexuellen und reproduktiven Gesundheitsdienstleistungen wird durch den Bericht ebenso deutlich.

Gendergesundheitsbericht 2024

Weitere Berichte und Tools zu Gendergesundheit: 

Gender-Gesundheitsbericht Schwerpunkt Psychische Gesundheit am Beispiel Depression und Suizid

Wissensband 16: Gendersensible Betriebliche Gesundheitsförderung. Kriterien aus der Literatur und Beispiele aus der Praxis.

Mehrsprachige Erklärvideos zu Mädchen- und Frauengesundheit

Mehrsprachige Erklärvideos zu Männergesundheit

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Anknüpfend an die Ergebnisse des ersten LGBTIQ+-Gesundheitsberichts 2022 wurde ein E-Learning Tool zur Sensibilisierung der Fachkräfte im Gesundheitswesen sowie der interessierten Bevölkerung entwickelt. Seit 2024 haben über das E-Learning Tool Personen, die in Gesundheitsberufen beschäftigt sind, die Möglichkeit, sich zur Gesundheitsversorgung von LGBTIQ+-Personen kostenlos weiterzubilden und vorhandenes Wissen zu vertiefen. Es richtet sich an Ärzt:innen, Pflegekräfte und anderer Gesundheitsberufe. In insgesamt vier Modulen können sich diese zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt von LGBTIQ+-Personen weiterbilden und vorhandenes Wissen vertiefen. 2026 wurde eine Bestandsaufnahme zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Alter veröffentlicht.

Bestandsaufnahme: Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Alter

LGBTIQ+-Gesundheitsbericht 2022

E-Learning Tool zu LGBTIQ+

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Ein geschlechtersensibles Gesundheitssystem berücksichtigt systematisch geschlechtliche Vielfalt im Kontext intersektionaler Verflechtungen. Es bezieht die vielfältigen Lebenssituationen, Lebensbedingungen sowie körperlichen und sozialen Aspekte von Personen in Prävention, Gesundheitsförderung, Versorgung und Pflege ein. Dafür braucht es geschlechtersensible Fach-, Methoden-, Handlungs- und Haltungskompetenzen bei Gesundheits-fachkräften, die in dem Train-the-Trainer Lehrgang Geschlechtersensibles Gesundheitssystem vermittelt werden. Ziel ist es, den Lehrgang dauerhaft im Gesundheitssystem zu verankern und so geschlechtersensible Ansätze unter Gesundheitsfachkräften zu verbreiten.

Seit 2025 findet einmal jährlich ein Netzwerktreffen zum geschlechtersensiblen Gesundheitssystem statt. Bei diesen Treffen kommen unterschiedliche Personengruppen zusammen – darunter Expert:innen aus Praxis, Forschung, Lehre und Politik und weitere Vertreter:innen relevanter Institutionen. Ziel ist es, Wissen zu bündeln, Perspektiven sichtbar zu machen und gemeinsam an der Weiterentwicklung eines geschlechtersensiblen Gesundheitssystems zu arbeiten. Im offenen Dialog entstehen neue Impulse, Kooperationen und konkrete Ansätze, die dazu beitragen, Geschlecht als zentrale Dimension von Gesundheit strukturell mitzudenken und nachhaltig zu verankern.

Bericht: Train-the-Trainer-Lehrgang zum Thema „Geschlechtersensibles Gesundheitssystem“

Aktuelle Train-the-Trainer Lehrgänge Geschlechtersensibles Gesundheitssystem

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Menstruationsgesundheit umfasst eine Vielzahl von Dimensionen, die das Wohlbefinden von Mädchen, Frauen und menstruierenden Personen beeinflussen. Über mehrere Jahrzehnte hinweg begleitet die Menstruation das Leben von Mädchen, Frauen und menstruierenden Personen. Mit dem Bericht zu Menstruationsgesundheit 2024 werden erstmals repräsentative Daten für Österreich im Auftrag des Gesundheitsministeriums zur Verfügung gestellt. Neben der Menstruation wurden auch Daten zu den Wechseljahren und zu Endometriose erhoben.

Rund 1,9 Millionen Frauen leiden regelmäßig unter mittelstarken bis starken Menstruationsschmerzen. Menstruationsbedingte Belastungen wirken sich stark auf Sexualleben (26 %), Arbeitsalltag (19 %) sowie Freizeit und soziale Kontakte (21 %) aus. Mehr als die Hälfte nimmt Schmerzmittel, über 70 Prozent berichten von starken bis sehr starken Blutungen. 6,4 Prozent haben eine diagnostizierte Endometriose, die Diagnose dauert im Schnitt 6,6 Jahre. Das durchschnittliche Alter der letzten Menstruationsblutung (Menopause) liegt bei 49 Jahren. Viele Frauen berichten über Beschwerden in den Wechseljahren, gleichzeitig fühlen sich 70 Prozent danach frei und unabhängig.

Der Bericht zeigt klaren Handlungsbedarf auf und liefert Daten, die zeigen, dass gesundheitsrelevante Lebensumstände von Frauen gesellschaftlich anzuerkennen und ernst zu nehmen sind. In Folge leiten sich vor allem mehr flächendeckende, niederschwellige und qualitätsgesicherte Informationen und Aufklärung ab. Es braucht dazu auch mehr Bewusstseins- und Sensibilisierungsmaßnahmen, innerhalb und außerhalb unseres Gesundheitssystems.

Menstruationsgesundheitsbericht 2024

Übersichtsblatt Menstruationsgesundheitsbericht 

Erklärvideos Menstruationsgesundheit

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In Österreich nutzen rund 1,2 Millionen Frauen im reproduktiven Alter zwischen 14 und 45 Jahren Verhütungsmittel. Der Bericht zeigt, dass die Wahl des Verhütungsmittels nicht unwesentlich auch eine Frage der Kosten ist, die mehrheitlich von Frauen getragen werden. Die Daten deuten darauf hin, dass eine kostenlose Bereitstellung von Verhütungsmitteln das Potenzial hat, die Wahl der Verhütungsmethode stark zu beeinflussen, was wiederum weitreichende Implikationen für die öffentliche Gesundheitsplanung und die Förderung reproduktiver Gesundheit hat.

In der Studie wurden Barrieren sowie der Bedarf an kostenfreier Verhütung und einer niederschwelligen, flächendeckenden Beratung identifiziert. Die Vielfalt an Lebenssituationen von Frauen erfordert eine entsprechende Vielfalt an Verhütungsmitteln. Im Vergleich zu anderen Ländern fehlen in Österreich noch angemessene Strukturen für den Zugang zu kostenfreier Verhütung und Beratung.

Seit Oktober 2024 läuft in Österreich das Pilot- und Forschungsprojekt „INVVO – Informiert verhüten in Vorarlberg“. Das Projekt wird von der Frauenberatungsstelle femail geleitet und ermöglicht 3.500 Mädchen und Frauen ab 14 Jahren Zugang zu kostenfreier Verhütung und psychosozialer Beratung. Die Gesundheit Österreich GmbH hat die wissenschaftliche Begleitung von INVVO übernommen und analysiert, wie sich das Verhütungsverhalten ändert, wenn Frauen niederschwelligen Zugang zu Verhütungsmitteln und Beratung erhalten. Die gewonnenen Daten dienen zudem der Evaluation, ob und wie eine bundesweite Implementierung dieses Modells sinnvoll umgesetzt werden könnte. Ziel ist, fundierte Erkenntnisse zu gewinnen, die die Grundlage für gesundheitspolitische Entscheidungen bilden.

Verhütungsbericht 2024

INVVO – Informiert verhüten in Vorarlberg
 

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Bericht folgt

Der Zusammenhang zwischen sozioökonomischen Faktoren und Gesundheit ist vielfach belegt: Menschen mit weniger Bildung oder Einkommen haben eine schlechtere körperliche und psychische Gesundheit, eine niedrigere Lebenserwartung und sind vermehrt gesundheitlichen Risiken ausgesetzt (sozialer Gradient der Gesundheit). Ziel der GÖG ist hier, den Blick auf das Thema zu lenken und fachliche Grundlagen für strategische Entwicklungen zu schaffen. Der Fokus liegt dabei auf den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für gesundheitliche Chancengerechtigkeit.

Gesundheitliche Chancengerechtigkeit wird als Querschnittsthematik in unterschiedlichen Arbeitsfeldern berücksichtigt und in strategische Prozesse eingebracht. Neben der vertiefenden Befassung mit den Zusammenhängen zwischen sozioökonomischen Faktoren und Gesundheit liegt besonderes Augenmerk auf der Erarbeitung (zielgruppen)spezifischer Gesundheitsförderungs- und Präventionsstrategien (z. B. Frühe Hilfen, Handlungsempfehlungen zur Förderung von Chancengerechtigkeit in der Gesundheitsförderung). In den letzten Jahren wurde dabei auch ein spezifischer Fokus auf Migration und Gesundheit gerichtet.

Ein wichtiges Anliegen ist auch die politikfeldübergreifende Vernetzung und Zusammenarbeit mit Akteurinnen und Akteuren aus Forschung, Praxis und Verwaltung, die insbesondere durch regelmäßige Diskussionsforen und fallweise Veranstaltungen im Rahmen der Taskforce Sozioökonomische Determinanten der Gesundheit gefördert wird. Aber auch Partizipation, und dabei insbesondere jene von Vertreterinnen und Vertretern benachteiligter bzw. spezifischer Zielgruppen, aber auch der jeweils relevanten Akteurinnen und Akteure, ist ein wichtiges Element und Bestandteil vieler Arbeiten der Abteilung.

Weitere Informationen:

Frühe Hilfen  Social Prescribing  Taskforce Sozioökonomische Determinanten  Soziale Faktoren der Pandemie

Blickwechsel – Migration und psychische Gesundheit  Gute Gesundheitsinformation für Menschen mit Migrationserfahrung

Handlungsmodule und Erfolgsfaktoren für Gesundheitsförderungsmaßnahmen für Migranten und Migrantinnen  Partizipative Begleitforschung zu den Frühen Hilfen

Soziale Inklusion von Roma durch Frühe Hilfen

Weitere Empfehlungen und Checklisten zu Chancengerechtigkeit

Allgemeine Empfehlungen Chancengerechtigkeit  Checkliste Kindergarten  Checkliste Schwangere

Handlungsempfehlungen Chancengerechtigkeit Gemeinschaftsverpflegung  Handlungsempfehlungen Chancengerechtigkeit Kindergarten

Handlungsempfehlungen Chancengerechtigkeit Schwangere  Migration Handlungsmodule GF 2016  Migration Leitfaden GF und GV 2016

Kontakt:  Sabine Haas  Marion Weigl

In den letzten Jahren hat in Österreich die Strategieentwicklung im Bereich Public Health stark an Bedeutung gewonnen, allen voran mit dem Prozess der Gesundheitsziele Österreich. Viele der Strategieentwicklungsprozesse zielen – ausgehend von der Erkenntnis, dass die Gesundheit der Bevölkerung nur durch gebündelte Anstrengungen in allen Politikfeldern wirksam und nachhaltig gefördert werden kann – auf eine gesundheitsfördernde Gesamtpolitik (Health in All Policies). Damit tragen die nationalen Strategien auch zur Umsetzung internationaler Strategien bei, wie beispielsweise der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Vice versa fließen internationale Strategien auch in die Erarbeitung nationaler Strategien ein.

Die Aufgabe der GÖG in diesem Bereich ist, fachliche Expertise im Bereich Public Health und methodisches Know-how in Bezug auf Prozessbegleitung und Beteiligungsverfahren in die Strategieentwicklungsprozesse einzubringen. Dies erfolgt durch die fachliche Unterstützung und Begleitung strategischer, oft intersektoraler Prozesse (z. B. Gesundheitsziele Österreich, Kinder- und Jugendgesundheitsstrategie, Aktionsplan Frauengesundheit, Demenzstrategie). Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt liegt auf der Durchführung von Gesundheitsfolgenabschätzungen, die ein Instrument zur Gestaltung einer gesundheitsfördernden Gesamtpolitik darstellen. Zudem kommen der engen Zusammenarbeit mit Akteurinnen und Akteuren aus Forschung, Praxis und Verwaltung sowie dem fachlichen Austausch mit (inter)nationalen Public-Health-Fachleuten große Bedeutung zu.

Weitere Informationen:

Gesundheitsfolgenabschätzung  Gesundheitsziele Österreich  Demenzstrategie – Gut leben mit Demenz

Kinder- und Jugendgesundheitsstrategie (BMSGPK)  Aktionsplan Frauengesundheit (BMSGPK)

Kontakt: Gabriele Gruber  Sabine Haas

Kinder- und Jugendgesundheit sowie ihre Determinanten sind nicht nur per se ein wichtiges (gesundheitspolitisches) Anliegen, sondern auch entscheidend für eine lebenslange Gesundheit. Der Gesundheitsförderung für Kinder und Jugendliche wird deshalb besondere Bedeutung beigemessen.

Als Ergebnis eines intersektoral geführten Dialogs in den Jahren 2010/11 entstand die Kinder- und Jugendgesundheitsstrategie. Auf dieser Basis wurde 2012 das Gesundheitsziel 6 („Gesundes Aufwachsen für Kinder und Jugendliche bestmöglich gestalten“) von insgesamt zehn österreichischen Gesundheitszielen der Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen gewidmet.

Als Koordinationsstelle für Kinder- und Jugendgesundheit begleitet und unterstützt die GÖG das intersektoral besetzte Kinder- und Jugendgesundheitskomitee bei der Umsetzung der Kinder- und Jugendgesundheitsstrategie sowie des Gesundheitsziels 6.

Die GÖG beschäftigt sich auch abseits dieser beiden Strategien in unterschiedlichsten Arbeitsfeldern mit Kinder- und Jugendgesundheit. Aktuell laufende einschlägige Projekte und Strategien sind

  • der Auf- und Ausbau der Frühen Hilfen in Österreich

  • die Gesundheitsberichterstattung

  • die Entwicklung des elektronischen Eltern-Kind-Passes sowie der elektronischen Erfassung der Reihenuntersuchungen des schulärztlichen Dienstes

  • AG KISS (Kinder, Stillende, Schwangere), Nationale Ernährungskommission

  • die Kompetenzstelle Mundgesundheit, die sich unter anderem mit Mundgesundheit von Kindern und Jugendlichen befasst und regelmäßig Zahnstatuserhebungen durchführt

  • die Attraktivierung etwaiger Mangelberufe in der psychosozialen Versorgung von Kindern und Jugendlichen

  • das Projekt Messung der Gesundheitskompetenz von Kindern

  • die Evaluierung der Hebammenberatung im Rahmen des Mutter-Kind-Passes sowie

  • das Projekt Hospiz- und Palliativversorgung – in Form eines Monitorings, das auch den Bereich für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bearbeitet

Weitere Informationen:

Kinder- und Jugendgesundheitsstrategie  (BMSGPK)  

Kinder- und Jugendgesundheitsberichte (BMSGPK) 

Gesundheitsziel 6 - Gesundes Aufwachsen für alle Kinder und Jugendlichen bestmöglich gestalten und unterstützen (Gesundheitsziele Österreich) 

Altersgrenzen überdenken! Ausdehnung der Altersdefinitionen für Kinder und Jugendliche. Factsheet.

Kontakt:  Theresa Bengough

Gesundheitsberichte bieten die Basis dafür, gesundheitliche Problemfelder aufzuzeigen, Gesundheitsziele zu formulieren und daraus Handlungsbedarf für die Gesundheitsplanung abzuleiten.

Zentrale Aufgaben des Arbeitsschwerpunktes Public-Health-Monitoring sind

  • die Erstellung nationaler, regionaler, themen- sowie bevölkerungsgruppenspezifischer Gesundheitsberichte, Beispiele hierfür: 
    Gesundheitsbericht Kinder und Jugendliche. Überblick über chronische Krankheiten – Adipositas – Depression 
    Landesgesundheitsbericht Vorarlberg 
  • die Durchführung gesundheitsbezogener/epidemiologischer Studien,

  • die Vernetzung mit nationalen und internationalen relevanten Akteurinnen und Akteuren,

  • die Schaffung von Grundlagen für eine zeitgemäße Gesundheitsberichterstattung durch die Entwicklung von Rahmenkonzepten, Kernindikatoren, qualitätsgesicherten Monitoringsystemen und anwendungsfreundlichen Berichtsformaten,

  • die Beobachtung der gesundheitlichen Situation der österreichischen Bevölkerung, die Beschreibung ihrer Entwicklung sowie deren Analyse hinsichtlich relevanter soziodemografischer wie sozioökonomischer Variablen,

  • die Beobachtung von Gesundheitsdeterminanten und deren Wirkung sowie

  • die Dokumentation der Umsetzung, Wirksamkeit und Effizienz gesetzter Gesundheitsinterventionen (Monitoring) und deren Evaluierung.

Um Gesundheitsberichterstattung (GBE) als kontinuierlichen politikrelevanten Prozess zu etablieren, wurde im Jahr 2003 die Plattform Gesundheitsberichterstattung gegründet. Wichtige Ziele der Plattform sind der Informationsaustausch und die Vernetzung von in Österreich für GBE verantwortlichen Personen sowie die laufende Verbesserung der Qualität von Gesundheitsberichten Plattform Gesundheitsberichterstattung:

Plattform Gesundheitsberichterstattung

Ein Überblick über allgemeine, zielgruppen- wie themenspezifische Gesundheitsberichte auf nationaler wie regionaler Ebene befindet sich hier: 

Gesundheitsberichtearchiv

Kontakt: Petra Winkler  Sandra Ecker-Shibamori