Qualitätsmanagement und Zertifizierungen

In der Abteilung Qualitätsmanagement und Zertifizierungen werden schwerpunktmäßig Qualitätskriterien im Gesundheits- und Pflegewesen entwickelt und überprüft. Gemeinsam ist allen Projekten, dass die Kriterien in einem ersten Schritt auf Basis einer Selbstevaluierung bearbeitet und im Anschluss mittels Visitationen überprüft werden, die das BIQG organisiert bzw. selbst durchführt.

Aktuell sind drei Projekte im Aufbau und in Weiterentwicklung:

Designation von Expertisezentren für seltene Erkrankungen
Mit Mitte 2023 erfolgte auf Wunsch des BMSGPK die Übernahme des Designationsprozesses für Expertisezentren. Aktuell durchlaufen nach einem B-ZK-Beschluss aus dem Jahr 2021 20 Abteilungen als Bewerberinnen den Designationsprozess. Ab dem Jahr 2024 werden auch die Projekte zur operativen Umsetzung des NAP.se von der nationalen Koordinationsstelle für seltene Erkrankungen durchgeführt.

Zertifizierungseinrichtung für das Nationale Qualitätszertifikat für Alten- und Pflegeheime (NQZ)
Ab 2024 werden Zertifizierungen für das NQZ im BIQG an der GÖG durchgeführt. Grundlage für diese Arbeiten ist das Bundes-Seniorengesetz. Die Vorbereitung und Durchführung der Zertifizierungen ist in der Richtlinie für die Vorbereitung und Durchführung der Zertifizierung nach dem NQZ gemäß § 20a Bundes-Seniorengesetz festgelegt. Für die Umsetzung der Arbeiten ist eine Zertifizierungsstelle eingerichtet. Um den Zugang zum NQZ niedrigschwelliger und flexibler zu gestalten und die Anzahl der Alten- und Pflegeheime, die eine Zertifizierung durchführen lassen, zu erhöhen, ist eine Weiterentwicklung der dem Zertifikat zugrunde liegenden Qualitätskriterien in einem partizipativen Prozess geplant.

Qualitätssicherung neu im niedergelassenen ärztlichen Bereich (in Zusammenarbeit mit ÖQMED)
Ab Jänner 2024 wird die Überprüfung der Selbstevaluierung der Ärztinnen und Ärzte, die bis dahin mittels Qualitätssicherungsbeauftragten von der ÖQMED durchgeführt wurde, durch ein Peer-Netzwerk im BIQG abgewickelt. Gleichzeitig wird auch eine Datenbank („Qualitätskontrollregister“) für die Evaluierungsdaten aufgebaut und betreut. Die Ergebnisse der Evaluierung werden in den entsprechenden Gremien regelmäßig kommuniziert und nach Ablauf des Evaluierungszeitraums (5 Jahre) wird ein Abschlussbericht erstellt.