Pharmaökonomie

Das Fachgebiet beschäftigt sich mit Steuerungsmechanismen der Organisation und Finanzierung von Arzneimittelsystemen.

Weltweit haben immer noch Millionen Menschen keinen Zugang zu dringend benötigten Medikamenten. Aber auch in wirtschaftlich starken Ländern stehen angesichts knapper Budgets und verstärkter Marktpräsenz neuer hochpreisiger Medikamente Regierungen vor der Herausforderung, leistbare Arzneimittelpreise zu erzielen und nachhaltig die Arzneimittelversorgung für ihre Bevölkerung zu sichern.

Um Entscheidungsträger/-innen in ihren Bemühungen um einen finanzierbaren Zugang zu qualitativ hochwertigen Medikamenten für Patientinnen und Patienten zu unterstützen, leisten die Mitarbeiter/-innen der Abteilung Pharmaökonomie Beiträge in Form von Forschungsarbeiten (wissenschaftlichen Studien), Bereitstellung von Daten (Medikamentenpreise), Politikberatung, Capacity-Building und Vernetzungsaktivitäten. Angesichts des engen Zusammenhangs zwischen Medikamenten und Medizinprodukten (z. B. personalisierte Medizin) umfassen die Arbeiten der Abteilung beide Produktgruppen.

Um die Bedeutung dieser Arbeiten für die globale öffentliche Gesundheit zu betonen, ernannte die Weltgesundheitsorganisation die Abteilung zu einem WHO-Kooperationszentrum für Arzneimittelpreisbildung und -Erstattung.

WHO Collaborating Centre for Pharmaceutical Pricing and Reimbursement Policies