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Medienbereich & Downloads: Pressekonferenz YOUareART, 10. April 2026

Alles zur Pressekonferenz auf einen Blick: Hier finden Sie Medienunterlagen, Daten, Bilder und Hintergrundinformationen zum Projekt YOUareART.

Worum geht es?

Soziale Medien prägen den Alltag junger Menschen – und sie prägen auch ihr Körperbild. Neue Daten aus dem Panel Gesundheitsförderung zeigen: Fast jede zweite junge Person (45 %) fühlt sich durch Beiträge in sozialen Medien unter Druck, den eigenen Körper verändern zu müssen.

Der Einfluss digitaler Inhalte auf die Gesundheit junger Menschen ist groß – und er ist messbar. Das Präventions- und Kunstvermittlungsprojekt YOUareART – Ungefiltert schön setzt genau hier an und zeigt, wie Jugendliche lernen können, mit diesen Einflüssen umzugehen.

Das Konzept

Im Zentrum stehen Workshops in der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien und in der Heidi Horten Collection. Jugendliche setzen sich dort gemeinsam mit Psycholog:innen und Kunstvermittler:innen mit historischen und aktuellen Schönheitsidealen auseinander – und bringen diese mit ihrer eigenen Lebensrealität in Verbindung.

Ein wesentliches Element der Workshops ist der Einsatz von Augmented Reality: Eine App überträgt gängige Beauty-Filter auf klassische Kunstwerke und macht so sichtbar, wie schnell Individualität in standardisierte Schönheit verwandelt werden kann. Die kreative Umsetzung sowie die begleitende Kampagne stammen von der Kreativagentur dasWeil.

Wird in den Workshops per App ein Beauty-Filter über Rembrandts Bildnis einer jungen Frau (im Bild rechts) von 1632 gelegt, wird der Effekt unmittelbar sichtbar: Die Eigenheiten des Porträts – Ausdruck, Haltung, Stimmung – verschwinden. Aus einer jungen Frau mit Charakter wird ein austauschbares Gesicht, das einem allgemeinen Schönheitsideal entspricht – und genau dadurch an Besonderheit verliert.

Solche Bildvergleiche bilden den Ausgangspunkt für Gespräche in den Workshops: Die meisten Jugendlichen wissen, dass gefilterte Bilder nicht „real“ sind und empfinden echte Menschen oft sogar als schöner. Dennoch erleben sie einen starken Druck, diesen Idealen zu entsprechen. 

Genau diese Widersprüche werden aufgegriffen und reflektiert. YOUareART schafft bewusst einen analogen Raum, in dem Jugendliche Bilder hinterfragen. Ziel ist es, die Medienkompetenz zu stärken und einen kritischen Umgang mit digitalen Schönheitsidealen zu entwickeln.

Neue Ergebnisse des Panels Gesundheitsförderung

Die neuesten Ergebnisse des Panels Gesundheitsförderung der Gesundheit Österreich  liefern dazu klare Befunde. Grundlage ist eine repräsentative Wiederholungsbefragung der österreichischen Bevölkerung (Welle 9, Dezember 2025, n=1.029, davon 129 Personen zwischen 16 und 25 Jahren), die regelmäßig Daten zur psychosozialen Gesundheit und zu relevanten Einflussfaktoren erhebt.

•    45 % der 16- bis 25-Jährigen haben durch soziale Medien das Gefühl, ihren Körper verändern zu müssen
•    30 % finden sich mit Filter schöner – bei jungen Frauen 45 %

Intensive Nutzung verstärkt den Druck deutlich:
•    nur 48 % fühlen sich schön (vs. 63 % bei geringerer Nutzung)
•    31 % denken über Schönheitsoperationen nach (vs. 5 %)


Die Daten zeigen damit klar: Je intensiver soziale Medien genutzt werden, desto kritischer wird das eigene Körperbild wahrgenommen. Und ein negatives Körperbild verschlechtert das psychische Wohlbefinden.

Wirkung des Projekts

Die bisherige Bilanz der Workshops zeigt die hohe Relevanz des Themas: Seit Sommer 2025 wurden in Wien insgesamt 69 Workshops mit 895 Jugendlichen durchgeführt – davon 490 Mädchen und 405 Burschen. Bis Ende Juni werden weitere 1000 Jugendliche an Workshops in der Heidi Horten Collection und in der Gemäldegalerie teilnehmen. Das Projekt soll künftig auf weitere Museen in Österreich ausgeweitet werden.

In ersten Befragungen durch die Evaluation berichten Jugendliche, dass 
•    sie Schönheitsideale bewusster hinterfragen, 
•    den Einfluss von Social Media kritischer reflektieren 
•    und ein differenzierteres Verständnis von „echter“ und digital erzeugter Schönheit entwickeln.

Viele geben an, dass ihnen besonders die Gegenüberstellung von historischen Kunstwerken und digitalen Filtern in Erinnerung bleibt und sie zum Nachdenken über den eigenen Umgang mit Bildern und Selbstwahrnehmung angeregt hat.

Projektpartner:innen

Das Projekt YOUareART – Ungefiltert schön ist eine Kooperation von Gesundheit Österreich GmbH (GÖG), FEM Süd und MEN, der Kreativagentur dasWeil, den Kunstsammlungen der Akademie der bildenden Künste Wien sowie der Heidi Horten Collection.

Die Initiative wird aus Mitteln der Agenda Gesundheitsförderung und des Fonds Gesundes Österreich finanziert.

Downloadbereich: Dokumente

Alle Materialien stehen zur freien redaktionellen Nutzung zur Verfügung. Die Copyrights der Bildern sind unbedingt anzugeben, siehe Bildunterschrift.

Medieninformation (PDF)

Factsheet: Körperbilder und psychosoziale Gesundheit junger Menschen (Gesundheit Österreich)

Zwischenergebnisse der begleitenden Evaluation YOUareART

 

Downloadbereich: Bildmaterial in hoher Auflösung

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YAA Workshop
YOUareART Workshop in der Heidi Horton Collection. © GÖG
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YOUareART Workshop in der Heidi Horton Collection. © GÖG
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YOUareART Workshop in der Heidi Horton Collection. © GÖG
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YOUareART Workshop in der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien, Foto: eSeL.at - Robert Puteanu
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YOUareART Workshop in der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien, Foto: eSeL.at - Robert Puteanu
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YOUareART Workshop in der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien, Foto: eSeL.at - Robert Puteanu
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