Hitzetelefon
Unter der Telefonnummer 0800 880 800 bekommen Sie persönliche Ratschläge, wie Sie die heiße Jahreszeit gut überstehen können. So können Sie gesundheitlichen Folgen durch die hohen Temperaturen gut vorbeugen.
Das Hitzetelefon 0800 880 800 ist aus ganz Österreich kostenlos erreichbar:
Montag bis Freitag von 6 bis 22 Uhr
Samstag von 8 bis 20 Uhr
Sonntag von 8 bis 18 Uhr
Hitzewellen stellen für viele Menschen eine große gesundheitliche Belastung dar. Säuglinge, Kleinkinder, ältere und chronisch kranke Personen sowie Menschen mit Behinderung leiden besonders unter heißen Temperaturen.
Bei gesundheitlichen Beschwerden oder medizinischen Fragen steht das Gesundheitstelefon 1450 zur Verfügung.
Bei akuten Notfällen – etwa Bewusstlosigkeit, Atemnot, Hitzschlag oder schweren Kreislaufproblemen – sollte umgehend der Notruf 144 gewählt werden.
Beim öffentlichen Gesundheitsportal gesundheit.gv.at finden Sie weitere, umfangreiche Informationen zum richtigen Verhalten bei Hitze:
Gesund bei Hitze (gesundheit.gv.at)
Das Hitzetelefon des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz wird von der Gesundheit Österreich GmbH betrieben.

Hitze wirkt sich aber nicht nur auf den Körper aus. Fehlende Erholung in warmen Nächten, anhaltende Erschöpfung und körperlicher Stress können auch die Stimmung beeinträchtigen. Viele Menschen berichten an heißen Tagen von Gereiztheit, innerer Unruhe, Konzentrationsproblemen oder einem geringeren Energielevel. Besonders Menschen mit psychischen Vorerkrankungen können unter längeren Hitzewellen zusätzlich belastet sein.
Warum Hitze so belastend für die Gesundheit sein kann, wird oft unterschätzt. Der Körper versucht sich durch Schwitzen und eine verstärkte Durchblutung der Haut abzukühlen. Dabei verliert er Flüssigkeit und wichtige Mineralstoffe. Gelingt die Abkühlung nicht ausreichend, drohen Kreislaufprobleme, Erschöpfung, Konzentrationsstörungen oder im Extremfall ein Hitzschlag. Besonders problematisch sind warme Nächte: Kann die Körpertemperatur nicht ausreichend sinken, fehlt die notwendige Erholung für Körper und Psyche.
Ältere Menschen besonders betroffen
Schlafprobleme während Hitzewellen betreffen nahezu alle Altersgruppen ähnlich stark. Die Folgen dieser Belastung wirken sich bei älteren Menschen jedoch deutlich stärker auf den Alltag aus. Hitze kann damit nicht nur die Gesundheit beeinträchtigen, sondern auch Selbstständigkeit, Mobilität und soziale Teilhabe im Alter einschränken.
Hinzu kommt, dass ältere Menschen oft weniger Durst verspüren und daher zu wenig trinken. Gleichzeitig reagiert ihr Körper weniger effizient auf hohe Temperaturen. Bei Säuglingen und Kleinkindern wiederum ist die Temperaturregulation noch nicht vollständig entwickelt, sie können schneller überhitzen und austrocknen. Expertinnen und Experten raten daher, regelmäßig Wasser anzubieten, direkte Sonne zu meiden und auf Warnzeichen wie Schwindel, starke Müdigkeit, Verwirrtheit oder ungewöhnliche Teilnahmslosigkeit zu achten.
Ausreichend trinken: Auch ohne Durstgefühl regelmäßig, über den Tag verteilt Wasser oder ungesüßte Kräuter- und Früchtetees trinken. Alkohol und stark zuckerhaltige Getränke möglichst vermeiden. Bei Vorerkrankungen ggf. Trinkmenge mit Ärztin/Arzt abklären
Wohnung kühl halten: Tagsüber Fenster schließen und Räume abdunkeln. Lüften am besten frühmorgens oder nachts, wenn die Temperaturen niedriger sind.
Mittagshitze meiden: Körperliche Anstrengungen oder Spaziergänge mit Säuglingen und Kleinkindern möglichst in die Morgen- oder Abendstunden verlegen. Zwischen 11 und 17 Uhr direkte Sonne meiden.
Leichte Kleidung tragen: Helle, luftige Kleidung und eine Kopfbedeckung schützen vor Überhitzung.
Auf gefährdete Personen achten: Ältere Menschen, Säuglinge, kleine Kinder, chronisch Kranke und pflegebedürftige Personen brauchen bei Hitze besondere Aufmerksamkeit. Regelmäßig nachfragen, ob ausreichend getrunken wurde und es ihnen gut geht.
Medikamente richtig lagern und ggf. überprüfen: Auch Medikamente können hitzeempfindlich sein oder die Hitzebelastung verstärken. Bei Unsicherheiten ärztlichen Rat einholen oder in ihrer Apotheke nachfragen.
Auf dem öffentlichen Gesundheitsportal gesundheit.gv.at befinden sich umfangreiche Informationen zum richtigen Verhalten bei Hitze. Dort gibt es praktische Tipps für heiße Tage, Hinweise zum Schutz besonders gefährdeter Personen sowie Informationen zu den Auswirkungen von Hitze auf Schlaf, psychisches Wohlbefinden und Gesundheit. Auch Empfehlungen für Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeber zum Schutz vor Hitzebelastung sind dort abrufbar.