Evidenzbasierte Lebenskompetenzprogramme und psychosoziale Gesundheitskompetenzmaßnahmen
Um wirkungsvolle Interventionen zur Stärkung sozial-emotionaler Kompetenzen sichtbar zu machen und deren mögliche Ausrollung zu unterstützen, wurden Good Practices und Tools zu Lebenskompetenzprogrammen mit Fokus auf der Stärkung sozial-emotionaler Kompetenzen und der Reduktion von Einsamkeit recherchiert. Als Ergebnis wurden 19 Good Practices und Tools aufbereitet und systematisch beschrieben.
In Anlehnung an das Evaluations- und Monitoring-Framework für GF-Maßnahmen, das mit Bezug auf das Projekt „Auf gesunde Nachbarschaft!“ entwickelt wird, wurde ein Rahmenkonzept für den kommenden Call zur Förderung der psychosozialen Gesundheit junger Menschen konzipiert. Im Besonderen wurde dabei die übergreifende Evaluation des vergangenen FGÖ-Calls, in deren Rahmen auch ein Einflussfaktorenmodell zur psychosozialen Gesundheit entwickelt wurde, in einem Reviewprozess mit den Evaluatorinnen und Evaluatoren überarbeitet. Zudem wurde das dem allgemeinen Evaluations- und Monitoring-Framework zugrunde liegende Logic Model, das im Rahmen des Monitorings der AGF entwickelt wurde, in Hinblick auf den Call und die Bedarfe junger Menschen spezifiziert.
Zu diesem Zweck wurden auch unterschiedliche Datenquellen, insbesondere jene des Panels Gesundheitsförderung, mit Bezug auf Einsamkeit analysiert und weitere Sekundärdaten zur psychosozialen Gesundheit und zu Bedarfen junger Menschen aufbereitet (wie der YEP-Bericht und Studien der Arbeiterkammer). Weiters wurden die im Zuge einer Umfrage unter jungen Menschen zur Gestaltung von Lebenskompetenzprogrammen auf der Beteiligungsplattform erhobenen Daten analysiert, um im Evaluationskonzept relevante Indikatoren zu ergänzen.
Am 2. Juni 2025 wurde als Follow-up zur Skalierungswerkstatt 2024 eine Online-Werkstatt zur Weiterentwicklung und Skalierung von Lebenskompetenzprogrammen organisiert, um mit Anbieterinnen und Anbietern von Lebenskompetenzprogrammen über Möglichkeiten zu deren Skalierung und Erfahrungen damit zu diskutieren. Die Ergebnisse wurden protokolliert und in die Überlegungen zum neuen Fördercall des FGÖ „Act, Belong, Commit: Aktiv werden, Kompetenzen stärken und Beziehungen pflegen für die psychosoziale Gesundheit junger Menschen in Zeiten zunehmender Digitalisierung“ einbezogen.