Hitzeaktionstag 2026: Coole Lösungen für gesunde Arbeitsplätze
Immer häufiger werden hohe Temperaturen zur Belastungsprobe für Beschäftigte – ob auf Baustellen, in Pflegeeinrichtungen, im Rettungsdienst, in Produktionshallen oder im Büro. Der österreichweite Hitzeaktionstag am 9. Juni 2026 stellt deshalb wirksame Maßnahmen zum Schutz von Arbeitnehmer:innen in den Mittelpunkt. Unter dem Motto „Coole Lösungen am Arbeitsplatz“ zeigen mehr als 100 Organisationen aus Wissenschaft, Gesundheitswesen, Arbeitswelt und Verwaltung, wie Hitzeschutz in der Praxis gelingen kann.
Initiiert von Health For Future Österreich und koordiniert von der Gesundheit Österreich (GÖG) und dem Climate Change Centre Austria (CCCA) beteiligen sich zahlreiche Partnerorganisationen aus Wissenschaft, Gesundheitswesen, Arbeitswelt, Verwaltung und Zivilgesellschaft am Hitzeaktionstag 2026. Unterstützt wird die Initiative vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, dem Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung sowie dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft.
Hitze als zunehmende Belastung für die Arbeitswelt
In Österreich ist die durchschnittliche Temperatur im Vergleich zur vorindustriellen Zeit bereits um rund 3,1 Grad Celsius angestiegen. Hitzewellen treten häufiger auf, dauern länger und belasten zunehmend Gesundheit, Wohlbefinden und Arbeitsfähigkeit. Besonders betroffen sind Menschen, die körperlich arbeiten oder ihren Arbeitsalltag nicht einfach in kühlere Umgebungen verlegen können.
Aktuelle Daten der Gesundheit Österreich zeigen, dass Hitze den Alltag vieler Menschen bereits deutlich beeinträchtigt: Im Sommer 2024 berichteten 60 Prozent der Bevölkerung von schlechterem Schlaf, mehr als die Hälfte fühlte sich in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt und 85 Prozent beobachteten zumindest eine gesundheitliche Belastung durch Hitze.
Hitzeschutzverordnung und Nationaler Hitzeschutzplan
„Hitze ist längst kein Randthema mehr, sondern eine zentrale Herausforderung für Gesundheit und Arbeitswelt. Mit dem Hitzeaktionstag wollen wir Bewusstsein schaffen, gute Beispiele sichtbar machen und den Austausch zwischen jenen fördern, die bereits heute an wirksamen Lösungen arbeiten“, sagt Andrea E. Schmidt, Leiterin des Kompetenzzentrums Klima und Gesundheit der Gesundheit Österreich.
Mit der neuen Hitzeschutzverordnung und der Weiterentwicklung des Nationalen Hitzeschutzplans wurden wichtige Schritte gesetzt, um Arbeitnehmer:innen besser zu schützen. Der Hitzeaktionstag zeigt, wie Hitzeschutz in der Praxis umgesetzt werden kann – von angepassten Arbeitszeiten über Beschattung und Trinkwasserversorgung bis hin zu innovativen Lösungen für Innen- und Außenarbeitsplätze.
Österreichweite Aktionen und Veranstaltungen
Rund um den Hitzeaktionstag finden 60 Informationsveranstaltungen, Workshops, Aktionstage und Vernetzungsformate in ganz Österreich statt. Gemeinsam setzen die 100 beteiligten Organisationen ein Zeichen dafür, dass Hitzeschutz eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist und nur durch Zusammenarbeit wirksam umgesetzt werden kann.
Der Hitzeaktionstag findet heuer bereits zum zweiten Mal österreichweit statt. Zu den Programmpunkten zählen Fachveranstaltungen, Informationsangebote für Betriebe und Beschäftigte sowie Praxisbeispiele für wirksamen Hitzeschutz am Arbeitsplatz. Auch die Arbeiterkammer Wien beteiligt sich mit einer Veranstaltung zum Thema Hitzeschutz und Arbeitnehmer:innengesundheit.
Weitere Informationen sowie das vollständige Programm sind unter www.hitzeaktionstag.at verfügbar.
Forum Hitze 2026
Im Vorfeld des Hitzeaktionstags fand das diesjährige Forum Hitze statt. Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierten Vertreter:innen des Bundesministeriums, der Gesundheit Österreich, der GeoSphere Austria und des Roten Kreuzes aktuelle Daten zu den Auswirkungen von Hitze auf Gesundheit und Arbeitswelt sowie Maßnahmen zum Schutz von Arbeitnehmer:innen.
Weitere Informationen: Arbeiten bei Hitze
