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Endometriose in Österreich: Erfahrungen von Betroffenen gefragt

Wie finden Menschen mit Endometriose oder einem Verdacht auf die Erkrankung die richtigen Informationen und Anlaufstellen? Eine aktuelle Kurzumfrage der Gesundheit Österreich (GÖG) untersucht Erfahrungen mit Information, Versorgung und Unterstützung in Österreich. Teilnehmen können Personen mit Endometriose-Diagnose oder einem entsprechenden Verdacht.

Endometriose zählt zu den häufigsten gynäkologischen Erkrankungen. Dabei wächst Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutterhöhle. Manche Betroffene haben keine Beschwerden, bei anderen kann die Erkrankung mit starken Schmerzen und erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität verbunden sein. Typisch sind etwa Unterleibsschmerzen rund um die Menstruation; auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, starke Regelblutungen oder Fruchtbarkeitsprobleme können auftreten.

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Grafik, die zeigt, wieviele Frauen von Endometriose betroffen sind inkl. ein paar Fakten zur Krankheit.© Gesundheit Österreich

Doch wie erleben Betroffene in Österreich den Weg zu Information, medizinischer Versorgung und Unterstützung? Genau das möchte die Koordinationsstelle Frauen- und Gendergesundheit der GÖG mit einer aktuellen Kurzumfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK) genauer untersuchen. Gefragt wird auch danach, wie eine digitale Übersicht zu Versorgungsangeboten gestaltet sein sollte.

Die Befragung ist anonym und dauert rund acht Minuten.

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Endometriose: Diagnose dauert im Durchschnitt 6,6 Jahre

Wie relevant Orientierung und Information bei Endometriose sind, zeigen Daten aus dem Menstruationsgesundheitsbericht 2024. Für den von der GÖG erstellten Bericht wurden 1.332 Mädchen und Frauen zwischen 14 und 60 Jahren repräsentativ befragt und die Ergebnisse durch Fokusgruppen vertieft.

6,4 Prozent der Befragten gaben an, eine diagnostizierte Endometriose zu haben, weitere 4,4 Prozent äußerten einen Verdacht. Vom ersten Verdacht bis zur Diagnose vergehen in Österreich im Durchschnitt 6,6 Jahre. Gleichzeitig hatte knapp ein Drittel der menstruierenden Befragten noch nie von Endometriose gehört.

Der Bericht zeigt auch, wie verbreitet Menstruationsbeschwerden insgesamt sind: 67 Prozent schätzen ihre Schmerzen während der Menstruation als mittelmäßig stark bis sehr stark ein, 36 Prozent als stark oder sehr stark. 55 Prozent nehmen jeden Monat Schmerzmittel gegen Menstruationsschmerzen. Bei Personen mit diagnostizierter Endometriose liegt dieser Anteil bei 63,2 Prozent, bei einem Verdacht auf Endometriose bei 79,7 Prozent.

Warum Endometriose oft schwer zu erkennen ist

Endometriose kann sich sehr unterschiedlich äußern. Die Größe und Ausbreitung der Endometriose-Herde lassen dabei nicht automatisch darauf schließen, wie stark die Beschwerden sind: Auch kleine Herde können starke Schmerzen verursachen, während eine ausgeprägte Endometriose mitunter kaum Beschwerden verursacht.

Die Diagnose beginnt in der Regel mit einem ausführlichen Gespräch, einer gynäkologischen Untersuchung und häufig einem Ultraschall. Je nach Beschwerden und Befund können weitere Untersuchungen notwendig sein. Gerade vor diesem Hintergrund richtet die aktuelle Befragung den Blick auf die Erfahrungen der Betroffenen selbst.

Auf einen Blick

  • 6,4 % der Befragten im Menstruationsgesundheitsbericht haben eine Endometriose-Diagnose.
  • Weitere 4,4 % äußern einen Verdacht auf Endometriose.
  • 6,6 Jahre vergehen in Österreich durchschnittlich vom Verdacht bis zur Diagnose.
  • Knapp ein Drittel der Befragten hatte noch nie von Endometriose gehört.
  • Die aktuelle GÖG-Kurzumfrage richtet sich an Personen mit Verdacht auf Endometriose oder einer Diagnose.
  • Gefragt wird nach Erfahrungen mit Information, medizinischer Versorgung und Unterstützung.
  • Die Teilnahme ist anonym und dauert rund acht Minuten.

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Ausführliche Informationen zu Symptomen, Diagnose und Behandlung von Endometriose bietet gesundheit.gv.at. 

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