Wissenschaftliche Begleitung des Pilotprojekts zur kostenlosen Verhütung
Österreich liegt in puncto Verhütungsberatung und Zugang zu Verhütungsmitteln im hinteren europäischen Mittelfeld. Studien wie der Verhütungsbericht 2024 zeigen, dass Verhütung überwiegend von Frauen getragen wird – finanziell, mental und körperlich. Kostenlose Verhütungsmittel und Beratung gelten daher als wichtiger Schritt in Richtung mehr Geschlechtergerechtigkeit.
Zur Vorbereitung eines möglichen österreichweiten Modells wird in Vorarlberg von Juni 2024 bis Ende 2026 das Pilotprojekt INVVO – Informiert Verhüten in Vorarlberg zu kostenlosen Verhütungsmitteln und Beratung umgesetzt. Die wissenschaftliche Begleitung wird von der Gesundheit Österreich umgesetzt.
Ziele des Projekts sind der Aufbau geeigneter Strukturen, die Erhebung differenzierter Bedarfslagen von Frauen in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen, Informationen über das Verhütungsverhalten sowie die Prüfung der Übertragbarkeit auf andere Regionen. Mit der wissenschaftlichen Begleitung werden Erkenntnisse zu den Abläufen, strukturellen Rahmenbedingungen, zur Erreichbarkeit von Mädchen und Frauen sowie zur Nutzung verschiedener Verhütungsmethoden erhoben und in einem Bericht aufbereitet.
Weiterlesen:
Website BMASGPK – Frauen- und Gendergesundheit, Verhütungsbericht 2024