Soziale Medien und psychosoziale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen – Auswirkungen und Handlungsempfehlungen für Österreich
Digitale Medien, insbesondere soziale Netzwerke, sind heute fester Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen in schulischen, familiären und sozialen Kontexten. Die COVID-19-Pandemie hat diese Entwicklung beschleunigt und digitale Kommunikations- und Bildungsformen weiter etabliert. Soziale Medien dienen dabei nicht nur der Freizeitgestaltung, sondern spielen eine wichtige Rolle für Identitätsentwicklung, soziale Teilhabe und psychosoziale Bewältigung.
Mit deren zunehmender Nutzung gehen jedoch auch Herausforderungen einher, insbesondere im Hinblick auf psychische und psychosoziale Gesundheit, soziale Beziehungen und das Erleben von Einsamkeit – sowohl online als auch offline.
Forschungsergebnisse weisen auf Risiken wie exzessive Nutzung, soziale Vergleichsprozesse oder Cybermobbing hin, zeigen aber gleichzeitig auch Potenziale, etwa durch soziale Unterstützung, den Zugang zu Gleichgesinnten oder niedrigschwellige Informationsangebote. Diese ambivalenten Wirkungen erfordern eine differenzierte Betrachtung.
Der Bericht analysierte auf Basis einer orientierenden Literaturrecherche (2015–2025) die psychosozialen Auswirkungen sozialer Medien auf Kinder und Jugendliche und leitete daraus evidenzbasierte Handlungsempfehlungen für Österreich ab. Im Mittelpunkt standen der Einfluss auf psychische Gesundheit, soziale Beziehungen und Einsamkeit sowie Unterschiede nach Alter, Geschlecht und sozialem Kontext. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass nicht die Nutzungsdauer allein, sondern insbesondere die Art der Nutzung, Inhalte und individuelle Voraussetzungen für psychosoziale Effekte entscheidend sind. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit eines integrierten Ansatzes aus Kompetenzförderung, Prävention und geeigneten strukturellen Rahmenbedingungen.
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