Konzept gesamthafte Lösung psychologische und psychotherapeutische Versorgung

Auftraggeber: BMSGPK
Laufzeit: kontinuierliches Projekt seit 2018
Ansprechperson GÖG: Alexander Grabenhofer-Eggerth

Psychische Erkrankungen haben als Ursache für Krankenstände und frühzeitigen Pensionsantritt in den letzten zwanzig Jahren massiv zugenommen. Die Unterstützungs- und Behandlungsangebote wurden im gleichen Zeitraum zwar deutlich ausgebaut, jedoch nicht im erforderlichen und im Sinne der gesundheitlichen Chancengerechtigkeit notwendigen Ausmaß. Neben dem Leid für die Betroffenen verursachen psychische Erkrankungen auch direkte und indirekte Kosten und haben somit auch eine große volkswirtschaftliche Bedeutung. Die bedarfsgerechte Zurverfügungstellung psychosozialer Versorgungsangebote ist daher ein zentrales Thema in der Umsetzung des österreichischen Gesundheitsziels 9 („Psychosoziale Gesundheit fördern“). Einen Teil dieser Versorgung bildet die kassenfinanzierte Psychotherapie – der Ausbau der psychotherapeutischen Versorgung ist darüber hinaus auch Teil des Bundes-Zielsteuerungsvertrags 2017-2021.

Im Sinne des Gesundheitsziele-Prinzips, die Chancengerechtigkeit zu fördern, und in Einklang mit dem Gesundheitsziel 2 („Gesundheitliche Chancengerechtigkeit für alle Menschen in Österreich sicherstellen“) wurde als Maßnahme im Rahmen des Gesundheitsziels 9 ein Anlauf zu einer bundesweiten Weiterentwicklung der Sachleistungsversorgung mit Psychotherapie unternommen. Aufbauend auf den vorhandenen Lösungen und unter Berücksichtigung von Best-Practice-Modellen wurde unter Einbindung aller Akteurinnen/Akteure ein Konzept für eine gesamthafte Lösung für die Organisation der psychotherapeutischen Versorgung in Österreich entwickelt.

Darüber hinaus wurde die Bedeutung der Klinischen Psychologie im Gesundheitswesen anhand der Wirksamkeit ausgewählter Leistungen der klinisch-psychologischen Behandlung bei ausgewählten Diagnosen im neurologischen Bereich und im Kinderbereich näher beleuchtet.