Konzept gesamthafte Lösung psychologische und psychotherapeutische Versorgung

Auftraggeber: BMASGK
Laufzeit: Jänner 2018 bis Dezember 2019
Ansprechperson GÖG: Alexander Grabehofer-Eggerth

Psychische Erkrankungen haben als Ursache für Krankenstände und frühzeitigen Pensionsantritt in den letzten 20 Jahren massiv zugenommen. Die Unterstützungs- und Behandlungsangebote wurden im gleichen Zeitraum zwar deutlich ausgebaut, jedoch nicht im erforderlichen und im Sinne der gesundheitlichen Chancengerechtigkeit notwendigen Ausmaß. Neben dem Leid für die Betroffenen verursachen psychische Erkrankungen auch direkte und indirekte Kosten und haben somit auch eine große volkswirtschaftliche Bedeutung. Die bedarfsgerechte Zurverfügungstellung psychosozialer Versorgungsangebote ist daher ein zentrales Thema in der Umsetzung des österreichischen Gesundheitsziels 9 („Psychosoziale Gesundheit fördern“). Einen Teil dieser Versorgung bildet die kassenfinanzierte Psychotherapie – der Ausbau der psychotherapeutischen Versorgung ist darüber hinaus auch Teil des Bundes-Zielsteuerungsvertrags 2017–2021.

Im Sinne des Gesundheitsziele-Prinzips, die Chancengerechtigkeit zu fördern, und in Einklang mit dem Gesundheitsziel 2 („Für gesundheitliche Chancengerechtigkeit zwischen den Geschlechtern und sozioökonomischen Gruppen, unabhängig von Herkunft und Alter, sorgen“) wird als Maßnahme im Rahmen des Gesundheitsziels 9 nun ein Anlauf zu einer bundesweiten Weiterentwicklung der Sachleistungsversorgung mit Psychotherapie unternommen. Aufbauend auf den vorhandenen Lösungen und unter Berücksichtigung von Best-Practice-Modellen wird gemeinsam mit allen Akteurinnen/Akteuren ein Konzept für eine gesamthafte Lösung für die Organisation und Finanzierung der psychotherapeutischen Versorgung in Österreich entwickelt.