Diagnostische Referenzwerte für die Kinderradiologie
Diagnostische Referenzwerte (DRW) dienen der Optimierung der Strahlendosis für Patientinnen und Patienten bei strahlendiagnostischen Verfahren. Das Erstellen, regelmäßige Überprüfen und Anwenden von DRW sowie die Schätzung der Strahlendosis durch medizinische Expositionen für die Bevölkerung sind Forderungen der europäischen Strahlenschutz-Richtlinie (2013/59/Euratom), die mit dem Strahlenschutzgesetz 2020 in nationales Recht umgesetzt wurden. Die derzeit in der Medizinischen Strahlenschutzverordnung für die Kinderradiologie festgelegten DRW basieren größtenteils auf vor 2010 durchgeführten Erhebungen und bedürfen dringend einer Aktualisierung. 2024 wurde eine Expertengruppe eingerichtet und eine österreichweite Erhebung gestartet, um Dosisdaten aus den Krankenanstalten und dem niedergelassenen Bereich zu sammeln.
Im Jahr 2025 wurde die Erhebung abgeschlossen, und die erhobenen Daten wurden umfassend analysiert. Die Ergebnisse wurden im Rahmen der Expertengruppe präsentiert und eingehend diskutiert. Auf dieser Basis konnten aktualisierte diagnostische Referenzwerte für Röntgen-, Durchleuchtungs- und Computertomografie-Untersuchungen bei unterschiedlichen Gewichts- bzw. Altersgruppen festgelegt werden.