Versorgungsforschung

Auftraggeberin: BGA
Laufzeit: kontinuierliches Projekt
Ansprechpersonen GÖG: Michael Gyimesi, Ines Czasný

Die Arbeiten im Projekt Versorgungsforschung konzentrierten sich im Jahr 2017 auf die Weiterentwicklung des Methoden-Know-how in der makroanalytischen Versorgungsforschung als Basis für die Versorgungsplanung sowie auf Grundlagenarbeiten für die Zielsteuerung-Gesundheit. Ausgehend von der Morbidität der Bevölkerung und der Interaktion der Patientinnen und Patienten mit dem Gesundheitssystem sollen verschiedene Interventionen wie z. B. die Änderung von Versorgungsketten oder die Verschiebungen von Leistungen beurteilt werden. Die Methodenentwicklung wurde großteils in Kooperation mit den Partnern des bereits im Jahr 2014 gestarteten Forschungsprojekts DEXHELPP durchgeführt.

Als Grundlage für die Darstellung der Krankheitslast der Bevölkerung wurde ein dynamisches Bevölkerungsmodell erarbeitet. Dieses Modell erlaubt es, statistische Repräsentanten der österreichischen Wohnbevölkerung im Zeitverlauf zu verfolgen. Im nächsten Schritt können damit die Morbiditätsentwicklung anhand ausgewählter Krankheiten sowie in weiterer Folge die Patientenwege im Gesundheitssystem simuliert und analysiert werden. Dabei spielt die Beurteilung der epidemiologischen Entwicklung der Krankheiten eine wesentliche Rolle.

Die Schwerpunktthemen 2017 waren die routinedatenbasierte Analyse der Schlaganfallversorgung in Österreich sowie die technische Umsetzung eines Simulationsmodells für Prognosen hinsichtlich des künftigen Angebots an Gesundheitspersonal (vgl. dazu auch das Projekt Grundlagen zur Planung und Prognose im Bereich Gesundheitspersonal). Ein weiterer laufend bearbeiteter Schwerpunkt der Arbeiten im Rahmen von DEXHELPP liegt auf der Visualisierung komplexer Sachverhalte für Entscheidungsträger im Gesundheitswesen.