Versorgungsforschung

Auftraggeberin: BGA, FGÖ
Laufzeit: fortlaufend
Ansprechpersonen GÖG: Gunter Maier

Nach der im Jahr 2019 durchgeführten konzeptuellen Neuausrichtung der Versorgungsforschung an der GÖG in Richtung einer anwendungsorientierten Versorgungsforschung mit starkem Bezug zu planungsrelevanten Fragestellungen lag der Fokus für das Jahr 2020 darauf, diese Ausrichtung weiter voranzutreiben und – besonders in Hinblick auf einen praktischen Nutzen der durchgeführten Arbeiten – Synergien abseits der Gesundheitsstrukturplanung herzustellen.

Die Tätigkeiten erfolgten dabei entlang der vier definierten thematischen Eckpfeiler:

Die mikroanalytische Begleitforschung beschäftigte sich dabei primär mit der Entwicklung von Methoden zum Umgang mit pseudonymisierten Routinedaten, die entlang zweier thematischer Schwerpunkte (Analyse von Primärversorgungseinrichtungen auf Basis pseudonymisierter sektorenübergreifender Routinedaten und Reoperationsraten bei Harnröhrenstrikturen) betrieben wurde.

Die makroanalytische Begleitforschung konzentrierte sich auf die Erarbeitung einer datenbasierten integrativen regionalen Gesamtsicht, die ein besseres Verständnis der regionalen Bedarfssituation in Hinblick auf die vorhandenen Versorgungsstrukturen schaffen soll. Dabei wurde eine für Österreich zielführende Regionstypisierung entwickelt und wurden, darauf basierend, Regionsprofile für 32 Versorgungsregionen erstellt.

Synergien zwischen Fragestellungen der Gesundheits(struktur)planung und Fragestellungen der Gesundheitsförderung und Prävention sowie daraus resultierende Potenziale wurden in Kooperation mit dem Fonds Gesundes Österreich identifiziert und mündeten in die Erarbeitung von Regionalprofilen für Gesundheitsförderung und Prävention inklusive der Entwicklung eines interaktiven Prototyps.

Schließlich wurden bestehende nationale sowie internationale Kontakte und Kooperationen vorangetrieben und wurde mit der Gründung einer Kompetenzgruppe Gesundheitsplanung, Systementwicklung & Versorgungsforschung im Rahmen der Österreichischen Gesellschaft für Public Health (ÖGPH) ein erster Schritt in Richtung einer verstärkten Vernetzung nationaler Stakeholder im Bereich Versorgungsforschung gesetzt.