Ambulante Versorgungsstrukturen - Primärversorgung (PV) und Multiprofessionelle Versorgungsformen (MPV)

Auftraggeber: BGA
Laufzeit: fortlaufend
Ansprechperson GÖG: Karin Eglau; Petra Paretta

2017 wurde mit dem Beschluss des Primärversorgungsgesetzes die gesetzliche Grundlage der Umsetzung des Primärversorgungskonzepts Das Team rund um den Hausarzt geschaffen. Für die Vorbereitungsarbeiten zum Auf-/Ausbau von Pilotprojekten auf der Landesebene wurden verschiedenen Stakeholdern (BMGF, Länder, SV-Träger, HVB) zu diversen Einzelfragen Auskünfte und Hintergrundinformationen über die konzeptbezogene Ausrichtung von Umsetzungsmaßnahmen gegeben und im ÖSG 2017 die Grundlagen für die Organisation und Qualitätssicherung von Primärversorgungseinheiten (PVE) und deren Versorgungsaufträge abgebildet. Darüber hinaus wurde 2017 die Veranstaltungsreihe „Umsetzungsdialog Primärversorgung“ für Entscheidungsträgerinnen und -träger aller beteiligten Berufsgruppen mit zwei ganztägigen Veranstaltungen mit positiver Resonanz seitens der Stakeholder begonnen. Gemeinsam mit dem BMGF wurden für die Etablierung einer Gründungsinitiative – als Unterstützungsmaßnahme für interessierte Betreiberinnen/Betreiber von Primärversorgungseinheiten – Eckpunkte des Versorgungskonzepts entwickelt.

Hinsichtlich des Konzepts für MPV wurden 2017 seitens der Vertreterinnen und Vertreter der GÖG in der Fachgruppe Innovation mehrere Initiativen für die Durchführung der Grundsatzdiskussion gesetzt und die Grundlagen für die Weiterentwicklung des Konzepts vorbereitet.

Am Beginn des Jahres 2020 wurde in der Fachgruppe Versorgungsstruktur die Zusammenfassung der Ergebnisse eines Workshops zum Thema MPV vom November 2019 diskutiert. In Folge wurden von den ZS-G-Partnern die Problemlagen und Lösungsansätze zu den Themenbereichen "krankheitsgruppenspezifisch", "bevölkerungsgruppenspezifisch" und "regionale Nachnutzung von Strukturen" aufbereitet und schriftlich dargestellt. 

Um die rechtlichen Herausforderungen detaillierter zu besprechen, wurde eine kleine Arbeitsgruppe "regionale Nachnutzung von Strukturen" eingerichtet, die pandemiebedingt allerdings erst im November 2020 erstmalig zusammentrat und neben den rechtlichen Aspekten auch Maßnahmen zur Attraktivierung der entsprechenden Strukturen thematisierte. Die GÖG übernahm dabei die Organisation und Moderation der Sitzung, die Vorbereitung der Unterlagen inkl. Ergebnissicherung und Nachbereitung.