Kuppelgespräch: Jugendliche übergeben Ideen gegen Einsamkeit an das Gesundheitsministerium
Wie kann Einsamkeit bei jungen Menschen wirksam begegnet werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich Jugendliche aus fünf Bundesländern im Rahmen einer Ideenwerkstatt und des anschließenden Kuppelgesprächs am 17. Juni in Wien. Aufbauend auf zahlreichen Vorschlägen, die zuvor über die Beteiligungsplattform für Gesundheit gesammelt worden waren, entwickelten die Teilnehmenden gemeinsam konkrete Ansätze für mehr soziale Verbundenheit.
Die Ergebnisse ihrer Arbeit wurden in fünf Themenplakaten festgehalten und im Rahmen des Kuppelgesprächs an Sektionschefin Katharina Reich übergeben, die Bundesministerin Korinna Schumann bei der Veranstaltung vertrat. Dabei standen die Perspektiven junger Menschen und ihre Ideen für ein stärkeres Miteinander im Mittelpunkt.
Beteiligungsplattform und gemeinsame Ideenentwicklung
Bereits im Vorfeld hatten junge Menschen und Organisationen aus ganz Österreich ihre Erfahrungen und Vorschläge auf der Beteiligungsplattform für Gesundheit eingebracht. In der Ideenwerkstatt wurden diese Beiträge gemeinsam mit Expertinnen und Experten sowie Vertreter:innen aus Verwaltung und Praxis diskutiert, weiterentwickelt und nach ihrer Umsetzbarkeit bewertet. Ziel war es, konkrete Lösungsansätze gegen Einsamkeit sichtbar zu machen und Potenziale für deren Umsetzung auszuloten.
Die Jugendlichen arbeiteten dabei intensiv an zentralen Themenfeldern wie Schule und Ausbildung, Freizeit und gemeinsame Aktivitäten, Engagement sowie Nachbarschaft und öffentlicher Raum. Aus den Diskussionen entstanden fünf Plakate mit Empfehlungen und Ideen für verschiedene Akteurinnen und Akteure – von jungen Menschen selbst über Organisationen bis hin zur Politik.
Ideen für mehr Begegnung und Teilhabe
Im Mittelpunkt der Diskussionen standen Fragen, wie Begegnungsräume geschaffen, Beteiligungsmöglichkeiten gestärkt und bestehende Angebote besser sichtbar gemacht werden können. Die Jugendlichen betonten die Bedeutung von niederschwelligen Freizeitangeboten, Mitbestimmungsmöglichkeiten, ehrenamtlichem Engagement sowie einer stärkeren Unterstützung durch Schulen, Gemeinden und Vereine.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass viele gute Angebote bereits existieren, jedoch oft zu wenig bekannt sind oder für manche junge Menschen schwer zugänglich bleiben. Mehr Information, bessere Vernetzung und gezielte Unterstützung wurden daher als wichtige Voraussetzungen genannt, um soziale Verbundenheit zu fördern.
Umsetzung gemeinsam mit Partnerorganisationen
Mit der Übergabe der Plakate endet der Beteiligungsprozess nicht. Nun geht es darum, Vereinen, Organisationen und Einrichtungen zu gewinnen, die bei der Weiterentwicklung und Umsetzung der Projektideen begleiten und unterstützen.
Die Ergebnisse liefern wichtige Impulse für die Initiative ABC der psychosozialen Gesundheit junger Menschen und die weiteren Aktivitäten zum Schwerpunkt Einsamkeit. Ziel bleibt es, gemeinsam Rahmenbedingungen zu schaffen, die Begegnungen ermöglichen, Verbundenheit stärken und Einsamkeit vorbeugen.
Weiterführende Informationen
Beteiligungsplattform für Gesundheit
Initiative ABC der psychosozialen Gesundheit junger Menschen



















