Koordinationsstelle für Suizidprävention

Auftraggeber: BMSGPK
Laufzeit: kontinuierliches Projekt seit 2012
Ansprechperson GÖG: Alexander Grabenhofer-Eggerth

Täglich sterben in Österreich mehr als drei Menschen durch Suizid. Das sind pro Jahr mehr als doppelt so viele Tote (ca. 1.300) als bei Verkehrsunfällen.

Das Fachgebiet Suizidprävention blickt in Österreich auf eine lange Tradition zurück: Erwin Ringel war im Jahr 1960 einer der Gründerväter der International Association for Suicide Prevention (IASP). Dennoch war das Feld in Österreich in puncto Zuständigkeiten und Ansätzen fragmentiert und stark vom persönlichen Engagement Einzelner getragen. Im Jahr 2012 wurde vom damaligen Bundesministerium für Gesundheit (BMG) die Koordinationsstelle für Suizidprävention an der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) eingerichtet und das von führenden österreichischen Expertinnen und Experten entwickelte nationale Suizidpräventionsprogramm SUPRA (SuizidPRävention Austria) präsentiert. Die Koordinationsstelle hat den Auftrag, die schrittweise Umsetzung des SUPRA-Programms des BMASGK in enger Kooperation mit einem Expertengremium zu unterstützen. Eine wesentliche Aufgabe der Koordinationsstelle ist es, das Vernetzen aller, die bislang in Österreich im Feld Suizidprävention tätig sind, aber auch jener in angrenzenden Feldern wie Gesundheitsförderung oder Suchtprävention zu fördern und Synergien nutzbar zu machen.

Meilensteine der bisherigen Tätigkeit der Koordinationsstelle sind der jährlich erscheinende österreichische Suizidbericht, SUPRA-Vernetzungstagungen in den Jahren 2014, 2015 und 2016, die Unterstützung des Projekts zur Erstellung einheitlicher, qualitätsgesicherter Schulungsunterlagen für Gatekeeper, also Personen, die beruflich potenziell mit suizidgefährdeten Personen zu tun haben, sowie das österreichische Suizidpräventionsportal www.suizid-praevention.gv.at.

SUPRA genießt internationale Anerkennung und wurde auf EU-Ebene bereits mehrfach als Beispiel guter Praxis für Suizidprävention ausgewählt. 

Aktuelle Schwerpunkte der Koordinationsstelle sind: 

  • „Startpaket Suizidprävention“ 
  • Konzept für eine nationale Kriseninterventionshotline 
  • Papageno-Medienpreis für besondere suizidpräventive journalistische Leistungen 
  • Gatekeeper-Schulungsprogramm

Weiterlesen:
www.suizid-praevention.gv.at 
Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz