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EU-Joint-Action PreventNCD

Auftraggebende Stelle:BMSGPK (jetzt: BMASGPK)
Laufzeit:Jan. 2014 bis Dez. 2027
Ansprechperson:Gabriele Gruber

Krebs und andere nichtübertragbare Krankheiten (NCDs), von denen ein großer Teil vermeid-bar ist, stellen einen erheblichen Teil der Krankheitslast in Europa dar. Die Joint Action Prevent Non-Communicable Diseases (JA PreventNCD) der EU will diese Herausforderung adressieren, indem sie Strategien und Policies zur Prävention von NCDs und Krebs unterstützt. Dabei werden Risikofaktoren auf personenbezogener und auch auf gesellschaftlicher Ebene in den Fokus genommen. Ein zentrales Anliegen ist es, soziale Ungleichheiten zu reduzieren, indem die Ursachen der Risikofaktoren genauer betrachtet und durch gezielte Maßnahmen adressiert werden. Das Hauptziel der Joint Action der EU ist, Fragmentierung und Doppelarbeit innerhalb Europas, aber auch innerhalb der Nationalstaaten zu minimieren und vielversprechende Interventionsansätze und Strategien zu verbreiten.

Österreich wird bei dieser Joint Action der EU durch die GÖG als hauptverantwortliche Institution sowie die AGES als Partnerin in einem ernährungsbezogenen Work Package vertreten. Die GÖG beteiligt sich mit den Abteilungen Gesundheit, Gesellschaft und Chancengerechtigkeit, Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung und Gesundheitssystem sowie Kompetenzzentrum Sucht an folgenden thematischen Work Packages mit den jeweiligen Aktivitäten:

  • Work Package 7 „Social Inequalitites“: Instrumente und Evidenz zur Förderung organisationaler Gesundheitskompetenz
  • Work Package 9 „Health in All Policies“: Analyse zu HiAP-Governance, Leitung eines Tasks zur Analyse und Stärkung von Gesundheit in  Folgeabschätzungsinstrumenten (Impact Assessments), Auseinandersetzung mit dem Konzept der Wellbeing Economy
  • Work Package 10 „Identify Individuals at risk“: Umsetzung eines Pilotprojekts zur Raucherentwöhnung

Im Rahmen des Work Package Health in All Policies wurden im Jahr 2025 Experteninterviews durchgeführt und ausgewertet. Diese bilden – gemeinsam mit einer ergänzenden Dokumentenanalyse – das Kernstück der österreichischen Analyse zur HiAP-Governance.

Für den Task zur Analyse und Stärkung der Berücksichtigung von Gesundheit in Folgeabschätzungsinstrumenten (Impact-Assessments) wurden in acht europäischen Ländern sowie auf EU-Ebene bestehende Verfahren aus unterschiedlichen Politikbereichen identifiziert, und es wurde analysiert, in welchem Ausmaß Gesundheit und gesundheitliche Chancengerechtigkeit bereits in den jeweiligen Leitfäden verankert sind. Darauf aufbauend entwickelte die Arbeitsgruppe im Jahr 2025 zwei Checklisten (eine Kurz- und eine Langversion), die die systematische Einbindung von Gesundheit und gesundheitlicher Chancengerechtigkeit in Impact-Assessments unterstützen sollen. Im Jahr 2026 werden diese Checklisten in allen teilnehmenden Ländern pilotiert.
Im Themenfeld Wellbeing Economy stand 2025 weiterhin der Erfahrungsaustausch zwischen den europäischen Ländern im Mittelpunkt. Österreich beteiligte sich an einer Erhebung zur aktuellen Verbreitung von Wellbeing Economy sowie zu bestehenden Instrumenten und Maßnahmen, die in diesem Zusammenhang eingesetzt werden.

Zur Stärkung der Maßnahmen im Bereich der Tabak-/Nikotinentwöhnung in Österreich setzte das Kompetenzzentrum Sucht im Jahr 2025 mehrere Aktivitäten zur Vernetzung und Aktivierung relevanter Akteurinnen und Akteure. Dazu zählten ein virtuelles Austauschtreffen zum Thema „Tabak-/Nikotinentwöhnung in Betrieben“ sowie eine Präsenzveranstaltung mit mehr als 25 externen Teilnehmenden unter dem Motto „Tabak- und Nikotinentwöhnung in Österreich – aber wie?“. Weiters wurde die Österreichische Apothekerkammer bei der Erarbeitung eines neuen Beratungsleitfadens zur Tabak-/Nikotinentwöhnung in Apotheken unterstützt.
 

Weiterlesen:
Website Joint Action PreventNCD der EU
Review of health and health equity considerations in the identified Impact Assessments. Task lead: Gesundheit Österreich (Austria)