Demenz-Qualitätsregister
Der steigende Bedarf an Demenzversorgung in einer alternden Gesellschaft stellt Österreich vor große Herausforderungen. Derzeit fehlt es an repräsentativen Daten, die für eine evidenzinformierte Entwicklung und Evaluierung von Versorgungskonzepten unerlässlich sind. Um diese Lücke zu schließen, wird das österreichische Demenzqualitätsregister (öDQR) von der Gesundheit Österreich GmbH im Auftrag des BMSGPK entwickelt.
Im Jahr 2024 wurden in Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten ein konzeptioneller Rahmen für das öDQR finalisiert, deskriptive und Qualitätsindikatoren sowie ein Datenmodell und ein standardisierter Auswertungsplan entwickelt. Diese Arbeiten wurden einem Validierungsprozess unterzogen und finalisiert. Basierend auf diesen Ergebnissen wurden ein Pflichtenheft für die Umsetzung und ein Ausbauplan für das öDQR erstellt.
Im Jahr 2025 wurde – basierend auf dem öDQR-Ausbauplan – an der praktischen Umsetzung des Registers weitergearbeitet. Dabei wurden folgende Arbeiten durchgeführt:
- Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK) wurde bei der Vorbereitung der rechtlichen Grundlagen sowie bei der Durchführung der Datenschutz-Folgenabschätzung für das öDQR mit juristischer und fachlicher Expertise begleitet.
Die Weitergabe von öDQR-Daten für Forschungszwecke, insbesondere für die Nutzung im Rahmen wissenschaftlicher Studien, wurde mit dem Auftraggeber abgestimmt. - Datenquellen für die sekundäre Datennutzung im öDQR wurden identifiziert, unter anderem durch die Abstimmung mit den Datenhalterinnen (Sozialversicherung, Statistik Austria, Österreichische Notariatskammer) zu relevanten Datenverschränkungen zwischen dem öDQR und potenziellen Datenbeständen.
- Es wurden erste Vorbereitungen für die technische Pilotierung in Memory-Kliniken getroffen.
- Potenzielle eintragende Stellen für das öDQR in der österreichischen Versorgungslandschaft wurden identifiziert und in ein Demenz-Qualitätsregister-Verzeichnis aufgenommen.