Pflegereporting
Der Bereich der professionellen Pflege und Sozialbetreuung befindet sich in einem kontinuierlichen Wandel. Zahlreiche systemische sowie personenbezogene Faktoren beeinflussen das Pflege- und Betreuungssystem in Österreich. Um Entwicklungen fundiert beobachten, beurteilen und darauf aufbauend vorausschauend planen zu können, ist eine zeitnahe, übersichtliche und vergleichbare Aufbereitung zentraler Informationen zum Pflege- und Betreuungspersonal unerlässlich.
Das Pflegereporting wird schrittweise ausgebaut. Ziel ist es, drei zentrale personalbezogene Bereiche regelmäßig abzubilden:
- Personalstand und Personalstruktur
Darstellung von Anzahl, Qualifikationsniveau und Ausbildungswegen des Pflege- und Betreuungspersonals - Auswirkungen der Personalsituation auf die Bevölkerung bzw. Leistungsempfänger:innen
Analysen, wie personelle Ressourcen Qualität, Zugang und Versorgungssicherheit beeinflussen - Auswirkungen der Personalsituation auf das Pflege- und Betreuungspersonal selbst
Darstellung arbeitsbezogener Belastungen förderlicher Faktoren
Dabei berücksichtigt das Pflegereporting nationale und internationale Referenzrahmen, um Vergleichbarkeit und Anschlussfähigkeit sicherzustellen. Als Ausgangspunkt dienten die Empfehlungen im Rahmen der Pflegepersonal-Bedarfsprognose für Österreich 2019 und das Modell zum Pflegenotstand von Krajic et al. sowie eine umfassende Literaturarbeit zu möglichen Indikatoren. Die Weiterentwicklung erfolgt nun ausgehend von einem Rahmenkonzept, welches unter Berücksichtigung zentraler Theorien und Referenzen erstellt wurde.
Die drei Säulen des Pflegereportings
© Mariella Drechsler, alstanova@gmail.com/stock.adobe.com
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