Papageno-Medienpreis 2026: Beiträge für suizidpräventive Berichterstattung jetzt einreichen
Ab sofort können Beiträge für den Papageno-Medienpreis 2026 eingereicht werden. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wird bereits zum achten Mal verliehen und zeichnet verantwortungsvolle, suizidpräventive Berichterstattung aus.
Im Rahmen des Suizidpräventionsprogramms SUPRA, das von der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) betreut wird, wird auch 2026 der Papageno-Medienpreis vergeben. Die Auslobung erfolgt durch das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK) gemeinsam mit zahlreichen Partnerorganisationen, darunter die Österreichische Gesellschaft für Suizidprävention (ÖGS), die Wiener Werkstätte für Suizidforschung, den Verein Kriseninterventionszentrum Wien, den Verein zur Förderung eines selbstbestimmten Umgangs mit Medien sowie den Österreichischen Presserat. Gesundheitsministerin Korinna Schumann wird den Preis verleihen. Sie betont:
„Qualitativ hochwertiger Journalismus leistet einen bedeutenden Beitrag zur öffentlichen Gesundheit. Medien, die verantwortungsvoll über Krisen und Bewältigungsstrategien berichten, können Menschen in schwierigen Lebenslagen Hoffnung geben und so suizidpräventiv wirken – das ist der Kern des sogenannten Papageno-Effekts. Gerade in einer Zeit, in der psychische Belastungen zunehmen, kommt Journalistinnen und Journalisten eine besondere Verantwortung zu: ihre Berichterstattung kann Leben retten.“
Neue Einreichkriterien erweitern den Blick
Eine wichtige Neuerung im Jahr 2026: Erstmals können auch Beiträge eingereicht werden, die die Überwindung psychosozialer Krisen thematisieren – selbst dann, wenn Suizidalität nicht explizit vorkommt. „Studien deuten darauf hin, dass das Erzählen von Bewältigungswegen und die Sichtbarmachung von Hoffnung und Hilfe-Möglichkeiten in Medien ebenfalls suizidpräventiv wirken. Diese Entwicklung spiegelt die vielfältigen Formen wider, in denen Medien einen positiven gesellschaftlichen Einfluss entfalten können,“ so Schumann
In Österreich sterben jährlich rund 1.200 Menschen durch Suizid – etwa dreieinhalbmal so viele wie im Straßenverkehr. Die Zahl der Suizidversuche liegt deutlich höher. Medienrichtlinien zur Berichterstattung leisten seit Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zur Prävention und gelten international als Vorbild. Diese gab es in Österreich als eines der ersten Länder weltweit.
Einreichung und Verleihung 2026
Der Papageno-Medienpreis wird rund um den Welttag der Suizidprävention am 10. September 2026 im Presseclub Concordia verliehen. Der Preis bezieht sich auf den sogenannten „Papageno-Effekt“ und ist nach der Figur Papageno aus Mozarts Oper Die Zauberflöte benannt, die ihre anfänglichen Suizidgedanken mithilfe anderer überwindet.
Einreichdetails:
• Beiträge, die im Zeitraum von 1. Juli 2025 bis 30. Juni 2026 veröffentlicht wurden/werden.
• Einreichfrist: 1. Juli 2026
• Einreichung durch Autorinnen und Autoren oder auch durch Dritte möglich
• Vollständige Unterlagen an: papageno-medienpreis@sozialministerium.gv.at
2026 werden die Einreichkriterien erweitert: Auch Beiträge zur Bewältigung psychosozialer Krisen können eingereicht werden – selbst ohne Bezug zu Suizidalität, da solche Geschichten nachweislich präventiv wirken können.
Weitere Informationen zum Papageno-Medienpreis und zur Einreichung finden Sie unter: Papageno-Medienpreis
