Internationale Entwicklungen zu Health in All Policies (HiAP)
Health in All Policies (HiAP) ist international ein etablierter Ansatz der Gesundheitsförderung. Er basiert auf der Erkenntnis, dass Gesundheit maßgeblich durch politische Entscheidungen in unterschiedlichen Bereichen beeinflusst wird.
Die Forderung nach einer stärkeren Berücksichtigung von Gesundheit in allen Politikfeldern wurde bereits früh auf internationaler Ebene formuliert und kontinuierlich weiterentwickelt.
Wichtige Meilensteine
Zentrale Grundlagen für HiAP wurden durch internationale Vereinbarungen und Strategien geschaffen, darunter:
- Alma-Ata-Deklaration (1978)
- Ottawa-Charta zur Gesundheitsförderung (1986)
- Adelaide Statement on Health in All Policies (2010)
- Helsinki Statement on Health in All Policies (2013)
- WHO Framework for Country Action (2014)
Diese Dokumente betonen die Bedeutung sektorübergreifender Zusammenarbeit für die Förderung von Gesundheit.
HiAP und nachhaltige Entwicklung
HiAP ist eng mit den Zielen der nachhaltigen Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) verbunden.
Die Umsetzung der SDGs erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Politikfeldern. Gesundheit ist dabei sowohl ein eigenständiges Ziel als auch eine Voraussetzung für die Erreichung vieler anderer Ziele.
Der Ansatz „Leaving no one behind“ unterstreicht dabei die Bedeutung von Chancengerechtigkeit und Inklusion.
Internationale Zusammenarbeit
HiAP wird durch internationale Organisationen und Netzwerke weiterentwickelt und unterstützt.
Dazu zählen insbesondere:
- Weltgesundheitsorganisation (WHO)
- Global Network for Health in All Policies (GNHiAP)
Diese stellen Grundlagen, Leitlinien und Austauschformate zur Verfügung und fördern die Umsetzung von HiAP auf nationaler Ebene.
Einordnung
HiAP ist heute ein zentraler Bestandteil moderner Public-Health-Strategien und wird zunehmend als Voraussetzung für nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung verstanden.