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GÖG-Colloquium | Delinquenz bei Kindern und Jugendlichen

Colloquium
Beginn der Veranstaltung:05.05.2026, 17:30 Uhr
Ende der Veranstaltung:05.05.2026, 19:00 Uhr
Veranstaltungsort:online via Zoom

*Dieses Colloquium findet im Rahmen der European Public Health Week 2026 statt *

Vortrag 1: sicher.net § 207a – sexual- und sozialpädagogisches Programm der österreichischen Bewährungshilfe

Der Lebensalltag Jugendlicher und junger Erwachsener ist durch vielfältige Aktivitäten im virtuellen Raum geprägt. Es werden Beiträge, Bilder etc. konsumiert und heruntergeladen, aber auch produziert, weitergeleitet und zur Verfügung gestellt. Dies bringt eine ganze Reihe von Herausforderungen und auch strafrechtliche Risken mit sich – nicht nur, aber auch im Kontext von „bildlichen sexualbezogenen Darstellungen Minderjähriger“ (§ 207a StGB). Dafür wurde von NEUSTART das Programm „sicher.net § 207a“ entwickelt, das im Einzelsetting oder in einem Mix aus Einzel- und Gruppensetting durchführbar ist.

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Elvir Kujovic, BA Foto: © Kerstin Memisevic
Elvir Kujovic, BA Foto: © Kerstin Memisevic

Elvir Kujovic, BA, ist Sozialarbeiter und arbeitet seit 2014 bei NEUSTART als Teamleiter. Er betreut verschiedene Programme und Maßnahmen wie die Bewährungshilfe und den elektronisch überwachten Hausarrest. Außerdem ist er Anti-Gewalt-Trainer und in der Gewaltpräventionsberatung tätig. Bei NEUSTART ist er auch an den Maßnahmen Dialog statt Hass sowie sicher.net § 207a beteiligt.


 

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Kerstin Memisevic; Fotos: © Herbert Janusch
Kerstin Memisevic; Fotos: © Herbert Janusch

Kerstin Memisevic, BA, MA, ist Sozialarbeiterin und Deradikalisierungsexpertin. Sie arbeitet seit 2020 bei NEUSTART und betreut verschiedene Programme und Maßnahmen wie die Bewährungshilfe, die Gewaltpräventionsberatung und das Anti-Gewalt-Training. Darüber hinaus arbeitet sie bei Dialog statt Hass und bei sicher.net § 207a mit. Parallel dazu ist sie seit vier Jahren an der Fachhochschule Feldkirchen als Lektorin im Studiengang Soziale Arbeit tätig.

 

Vortrag 2: Auffällige Delinquenz Jugendlicher ist ein Hilfeschrei!

Immer wieder werden einzelne unmündige Jugendliche, die durch besonders umfangreiche oder gravierende Delinquenz auffallen, von Politikerinnen und Politikern zum Anlass genommen, eine Herabsetzung der Strafmündigkeit zu fordern, um mit schärferen Sanktionen auf ihr Fehlverhalten reagieren zu können.

Dabei wird übersehen, dass gravierende Delinquenz von Jugendlichen vor allem ein Indiz für Kindeswohlgefährdung ist; nahezu alle betroffenen Unmündigen waren im Vorfeld Opfer von Gewalt, Vernachlässigung und Beziehungsabbrüchen. Wird die Delinquenz nicht als Hilferuf ernst genommen und wird den Jugendlichen keine reale Chance geboten, ihre Entwicklungsdefizite auszugleichen, droht ihnen eine weitere massive Verschlechterung ihrer psychischen und physischen Gesundheit – spätestens mit der ersten Inhaftierung.

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Katharina Beclin; Foto: © Christina Häusler
Katharina Beclin; Foto: © Christina Häusler

Ass.-Prof.in Mag.a Dr.in Katharina Beclin arbeitet am Institut für Strafrecht und Kriminologie an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Gewalt im sozialen Nahraum, Ausbeutung und Menschenhandel und Jugendkriminalität. Eine evidenzbasierte Kriminalpolitik ist ihr ein besonderes Anliegen.

 

 

Begrüßung und Moderation
Dr. Lukas Teufl
Gesundheit Österreich GmbH

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Evidenz und Qualitätsstandards

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme via Zoom und ersuchen um Anmeldung.