Monitoring der Unterbringung nach UbG in Österreich

Auftraggeber: BMASGK
Laufzeit: kontinuierliches Projekt
Ansprechperson GÖG: Joy Ladurner

Die GÖG erhebt seit 2005 im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK) jene Daten, die die Vollziehung des Unterbringungsgesetzes (UbG) betreffen, um größere Transparenz in puncto Praxis und Vollziehung des UbG zu schaffen und in diesem hochsensiblen Bereich zur bestmöglichen Versorgungsqualität im Sinne der Patientinnen und Patienten beizutragen.

Aufgrund der kontinuierlichen GÖG-Arbeiten existiert eine für Österreich einzigartig umfassende und bundesweit vergleichbare Datengrundlage. Einerseits bilden die Daten den gesamten Unterbringungsverlauf in seiner Chronologie ab (Zugang, stationäre Aufnahme, Unterbringungsbeginn, gerichtliche Verfahren), andererseits ermöglichen sie ein Gesamtbild der Anwendung des UbG durch die involvierten Akteure (Krankenhäuser, Patientenanwaltschaft, Bezirksgerichte).

Um die vielen Einflussfaktoren auf die Unterbringungshäufigkeit oder auch potenzielle Auswirkungen gesetzlicher Änderungen auf die Praxis besser zu verstehen, wurde ein eigenes Format geschaffen, die sogenannten Expertengespräche zur Unterbringung (seit 2012 für die Erwachsenenpsychiatrie, seit 2013 auch für die Kinder- und Jugendpsychiatrie). Bei den einmal jährlich stattfindenden Gesprächen stehen der Austausch über aktuelle Daten und jährlich wechselnde Schwerpunktthemen sowie die Vernetzung aller für die Umsetzung des UbG relevanten Akteurinnen und Akteure im Vordergrund. Der Wissenstransfer zwischen Politik/Verwaltung und Praxis (Policy und Practice) wird dadurch auf optimale Weise unterstützt, darüber hinaus liefern die Expertengespräche neue Erkenntnisse und Erklärungsansätze. Fallweise werden auch Empfehlungen formuliert.

Im Jahr 2017 wurde der letzte GÖG-Bericht zu UbG-Daten publiziert. Im Jahr 2018 wurden aktuelle Daten erhoben und an einer Aktualisierung des Berichts von 2017 gearbeitet. Darüber hinaus fanden drei Expertengespräche statt. Jene zur Erwachsenenpsychiatrie behandelten das Thema "Prävention von Unterbringungen" unter Berücksichtigung der zahlreichen Einflussfaktoren, jenes zur Kinder- und Jugendpsychiatrie griff das Thema "Berührungspunkte zur Kinder- und Jugendhilfe" auf. Am KJP-Gespräch nahmen erstmals Vertreter/innen der Kinder- und Jugendhilfe aus vier Bundesländern teil, die ihre Perspektive anhand regionaler Kooperationsbeispiele einbrachten.

Weiterlesen - letzte Publikation:
Analyse der Unterbringungen nach UbG in Österreich, Berichtsjahre 2014/2015