Tabak und verwandte Produkte – Monitoring

Auftraggeber: BMASGK
Laufzeit: kontinuierliches Projekt seit 2016
Ansprechperson GÖG: Irene Schmutterer

Zum Thema Tabak und verwandte Produkte werden regelmäßig Daten aus folgenden Quellen eingeholt, aktualisiert, aufbereitet und analysiert: Verkaufsstatistiken (inkl. Dunkelzifferschätzungen), Bevölkerungsbefragungen, Todesursachenstatistik, Behandlungsdaten. Eine Auswahl der wichtigsten Ergebnisse wird jährlich im Epidemiologiebericht Sucht dargestellt und veröffentlicht.

In den letzten zehn Jahren halbierte sich der Anteil täglich rauchender Schülerinnen und Schüler in Österreich je nach Erhebungsreihe auf 10 bzw. 16 Prozent. In der Bevölkerung 15+ liegt der Anteil der täglich Rauchenden derzeit bei 21 bzw. 24 Prozent. Im Europavergleich liegt Österreich damit sowohl bei Jugendlichen als auch bei der Bevölkerung 15+ über dem Durchschnitt. Das Rauchverhalten von Männern und jenes von Frauen haben sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte zusehends einander angeglichen (Kohorteneffekt). Diese Entwicklung zeigt sich auch in der Mortalität (Todesfälle infolge von Bronchialkarzinomen). Insgesamt wird geschätzt, dass in Österreich jährlich ca. 10.500 Todesfälle bzw. 13 Prozent aller Todesfälle auf das Rauchen von Tabak zurückzuführen sind. Die Anzahl verkaufter Stück Zigaretten (inkl. Dunkelzifferschätzung) pro Person 15+ ist in den letzten Jahren leicht gesunken. Der Anteil der Personen, die jemals E-Zigaretten oder Shishas probiert haben, steigt kontinuierlich. Etwa 1 bis 3 Prozent der Bevölkerung 15+ konsumieren diese Produkte regelmäßig oder täglich. Ein Drittel der täglich Rauchenden gibt an, im vergangenen Jahr vergeblich versucht zu haben, mit dem Rauchen aufzuhören (Potenzial zur Senkung der Raucherquote).

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abak und verwandte Erzeugnisse – Zahlen und Fakten 2018