Pharma-Preisinformationssystem (PPI) und Pharmapreisstudien

Auftraggeber: BMASGK
Laufzeit: kontinuierliches Projekt
Ansprechperson GÖG: Bettina Heindl, Peter Schneider

In Österreich werden Arzneimittelpreise durch die beim Gesundheitsressort angesiedelte Preiskommission festgelegt, die zur Ermittlung des Preises entsprechend dem gesetzlichen Rahmen auf die GÖG zurückgreifen kann. Für diesen Zweck wurde an der GÖG der Pharma-Preisinformation-(PPI-)Service eingerichtet, in dessen Rahmen auf Anfrage Preisabfragen und -analysen für ausgewählte Arzneimittel wie auch für Arzneimittelgruppen im Auftrag der Preiskommission durchgeführt werden. Mit der Überarbeitung der ASVG-Novelle kommt seit 2017 eine regelmäßige Evaluierung der Preise hinzu.

Der PPI-Service ist die einzige öffentlich verfügbare industrieunabhängige und qualitätsgesicherte Quelle für Arzneimittelpreise in der EU zuzüglich Schweiz und Norwegen.

Im Arbeitsjahr 2018 konnte die GÖG die Preiskommission bei deren Ermittlung des EU-Durch­schnittspreises sowie im Rahmen der Preisevaluierung durch die Recherche von Preisdaten unterstützen. Zusätzlich wurde die GÖG aufgrund der im PPI-Service aufgebauten Expertise in Sachen Arzneimittelpreisbildung und -erstattung von der Preiskommission bezüglich der Klärung methodischer und der Beantwortung einschlägiger Fragen sowie der Durchführung von Erhebungen und der Aufbereitung von Hintergrundinformationen, z. B. über gesetzliche Herstellerrabatte und durchschnittliche Großhandelsspannen, zurate gezogen.

Kontinuierliches Monitoring und regelmäßige Analyse von Medikamentenpreisen unterstützen Entscheidungsträgerinnen/-träger bei der Weiterentwicklung der Arzneimittelpreispolitik. Das Durchführen von Arzneimittelpreisanalysen zählt zum gesetzlich definierten Aufgabenbereich der GÖG und unterstützt das BMASGK dabei, die Entwicklung österreichischer Arzneimittelpreise im Vergleich mit jenen der übrigen EU-Mitgliedstaaten zu beobachten. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei ausgabenstarken Arzneimitteln, die den öffentlichen Zahlerinnen/Zahlern hohe Aufwendungen verursachen. Daher wird der Fokus der Preisstudien auf drei Arzneimittelgruppen gelegt:

  • Arzneimittel des stationären Sektors
  • Biosimilar-Medikamente und entsprechende Referenzprodukte
  • ausgabenstarke Arzneimittel des niedergelassenen und stationären Sektors

Ziel der Arzneimittelpreisanalysen im Jahr 2018 war der Vergleich österreichischer Preise ausgewählter Arzneispezialitäten aus dem niedergelassenen und dem stationären Sektor mit jenen in anderen EU-Mitgliedstaaten.

Weiterlesen:
Pharma-Preisinformation

Preisvergleich ausgabenstarker Arzneispezialitäten 2019
Studienprotokoll (de)
Review Template

Estimating Real Prices of Medicines used in Hospitals
Study protocol (en)

Preisvergleich ausgabenstarker Arzneispezialitäten 2017 / Price comparison of high-cost medicines 2017
Wissenschaftlicher Ergebnisbericht / Kurzbericht (de) / Brief Report (en)