Kostenstruktur in Kärntner Fondskrankenanstalten

Auftraggeber: Kärntner Gesundheitsfonds
Laufzeit: Jänner 2016 bis August 2016
Ansprechperson GÖG: Lena Lepuschütz

Das gegenwärtige Finanzierungsmodell für den spitalsambulanten Bereich in Kärnten sieht die Kostenerstattung eines Anteils an gemeldeten Kosten aus dem ambulanten Bereich vor. Somit besteht ein krankenanstalteninterner Anreiz, Kosten aus dem stationären in den spitalsambulanten Bereich zu transferieren. Die GÖG analysierte relative Kosten im spitalsambulanten Bereich, die sowohl durch Interaktion zwischen Bundesländern als auch zwischen einzelnen Fondsspitälern in Kärnten entstan­den waren, aggregiert für einzelne Abteilungen (Innere Medizin, Chirurgie) und einzelne Kosten­artengruppen (Personalkosten, medizinische Gebrauchs- und Verbrauchsgüter). Ziel war es, durch systematische Vergleiche und Darstellung von Zusammenhängen zwischen Kosten im ambulanten und im stationären Bereich mögliche Ausreißer bzw. Abweichungen zu identifizieren. Die durch­geführten Analysen basieren hauptsächlich auf den dokumentierten und routinemäßig gemeldeten Kosten gemäß Dokumentations- und Informationssystem des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen (DIAG). Zusätzlich stellte der Kärntner Gesundheitsfonds Primärdaten bezüglich Kosten­meldungen für die Jahre 2012 bis 2015 zur Verfügung. Mithilfe einer solchen Kostenanalyse auf Makroebene sollte festgestellt werden, in welchen Bereichen weiterführende Analysen und Daten­anfragen sinnvoll erscheinen.