Hospiz- und Palliativversorgung – Monitoring

Auftraggeberin: BGA
Laufzeit: kontinuierliches Projekt (Monitoring)
Ansprechpersonen GÖG: Elisabeth Pochobradsky, Barbara Schleicher

Im Rahmen der Arbeiten zur Zielsteuerung-Gesundheit sollen zur Verbesserung der integrativen Versorgung durch gemeinsame abgestimmte verbindliche Planungen auf Bundesebene Empfehlungen zur Finanzierung zusätzlicher Strukturen für den Hospiz- und Palliativbereich nach Maßgabe des § 2 Abs. 2a Pflegefondsgesetz formuliert werden. Darauf fußend, soll auf Landesebene der gezielte Aufbau bzw. die Ergänzung noch fehlender spezialisierter Hospiz- und Palliativangebote bzw. -kapazitäten auf Basis der Analyseergebnisse und Finanzierungsempfehlungen erfolgen.

In einem ersten Schritt wurden die Arbeiten für den Erwachsenenbereich ausgeführt (der Bereich für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene soll anschließend bearbeitet werden).

Dazu wurde der Ist-Stand auf Basis der vom Dachverband Hospiz Österreich zur Verfügung gestellten Daten für das Jahr 2016 für alle zehn Angebote der spezialisierten Hospiz- und Palliativversorgung (siehe Österreichischer Strukturplan Gesundheit 2017) validiert und zwischen den Ländern und den landesorganisierten Hospiz- und Palliativorganisationen abgestimmt.

Im Zuge der Erstellung der Empfehlungen in puncto Kapazitätsausbau wurden folgende Arbeiten zur Bedarfsschätzung für den Erwachsenenbereich vorgenommen:

  • Literaturrecherche internationaler Methoden zur Bedarfsermittlung von (spezialisierten) Hospiz- und Palliativangeboten
  • Diskussion zweier möglicher Varianten der Bedarfsschätzung:
  1. Abschätzung der Sterbefälle mit spezialisiertem HOS-/PAL-Versorgungsbedarf (mortalitätsbasierte Bedarfsabschätzung)
  2. Kapazitätsabschätzung mittels einwohnerbezogener Richtwerte auf Basis vorliegender Quellen: Broschüre Hospiz- und Palliativversorgung für Erwachsene (BMASGK/GÖG 2014), Empfehlungen der Europäischen Gesellschaft für Palliative Care (EAPC, 2011), Hospizstudie 2017 (Freistaat Sachsen, 2018)

Da aktuell kein Brückenschlag zwischen den beiden Varianten möglich ist (da verfügbare Richtwerte auf Einwohnerrichtwerte der Bevölkerung insgesamt abstellen und nicht auf Palliativpatientinnen/-patienten mit spezialisiertem Hospiz- und Palliativbedarf) wurde der Entschluss gefasst, auf Basis der Richtwerte in der o. g. Broschüre (BMASGK/GÖG 2014) die Arbeiten fortzusetzen.

Weiterlesen:

Broschüre: Abgestufte Hospiz- und Palliativversorgung (BMASGK/GÖG 2014)

Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz

Hospiz Österreich, Dachverband von Palliativ- und Hospizeinrichtungen
Mutmacher für ein Sterben zu Hause (Kurzfassung mit Untertiteln)