Gesundheitsziele Österreich - Inhaltliche Unterstützung des Prozessmanagements
Gesundheitsziele bieten eine strategische Orientierung bei der Frage, wie das Erhalten und Fördern von Gesundheit ein gemeinsames Anliegen verschiedener Politikbereiche werden kann. Im Jahr 2011 wurde unter Federführung des damaligen Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und mit fachlicher Begleitung der GÖG ein intersektoraler Prozess unter Einbindung aller relevanten Politik- und Gesellschaftsbereiche gestartet. Die erarbeiteten zehn Gesundheitsziele (GZ) für Österreich wurden im Jahr 2012 von Bundesgesundheitskommission und Ministerrat beschlossen, womit die zweite Phase des Prozesses begann.
Im Sinne des regulären Prozessablaufs fanden zwei Workshops des Gesundheitsziele-Plenums, zwei Treffen der AG-Leiter:innen sowie ein Vernetzungstreffen der Länder-Gesundheitsziele-Verantwortlichen statt. Außerdem unterstützte die GÖG die bereits länger tätigen AG in ihren Arbeiten. Im Jahr 2025 wurde zum ersten Mal ein gemeinsamer Workshop von zwei Arbeits-gruppen organisiert. Dieser Workshop widmete sich dem Thema Einsamkeit bei jungen Menschen und richtete sich an die AG-Mitglieder von GZ 5 (sozialer Zusammenhalt) und GZ 6 bzw. das Kinder- und Jugendgesundheitskomitee.
Auf Wunsch der AG-Leitungen wurde hierzu auch eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse erstellt, die sowohl mit anderen Akteurinnen und Akteuren geteilt werden als auch die Weiterarbeit am Thema in den AG wiedergeben soll. Darüber hinaus fand im Rahmen von GZ 2 (gesundheitliche Chancengerechtigkeit) ein Stakeholder-Workshop zu „Armut in der Gesundheitsversorgung“ statt. Ein weiterer thematischer Workshop fand zu Entstigmatisierung von Kindern und Jugendlichen mit Adipositas im Rahmen von GZ 6 bzw. mit dem Kinder- und Jugendgesundheitskomitee statt.
Die Realisierung der Gesundheitsziele Österreich ist ein langfristiger und dynamischer Prozess, in dem aktuelle Entwicklungen berücksichtigt und nächste Schritte entsprechend angepasst werden müssen. Die Reflexion über Fortschritte und die vertiefende Auseinandersetzung mit der strategischen Prozessentwicklung sind daher kontinuierliche Aufgaben.
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