Evaluierung der Hebammenberatung im Rahmen des Mutter-Kind-Passes

Auftraggeber: HVB
Laufzeit: fortlaufend seit Jänner 2017
Ansprechperson GÖG: Thomas Link

Die kostenlose Beratung Schwangerer durch Hebammen zwischen der 18. und 22. Schwangerschaftswoche ist seit Ende 2013 optionaler Bestandteil des österreichischen Mutter‐Kind‐Pass‐Programms. Ziel des vorliegenden Projektberichts ist es, Inanspruchnahme und Gegenstand der Beratung zu analysieren sowie deren mögliche Effekte zu diskutieren.

Als Datenbasis dienen die standardisierte Dokumentation der Beratungsgespräche sowie Auswertungen aus dem Geburtenregister Österreich. Diese Daten werden Abrechnungsdaten sowie der amtlichen Statistik gegenübergestellt.

Rund 34 Prozent der werdenden Mütter haben im Jahr 2019 das Angebot einer Hebammenberatung in Anspruch genommen. Für 82 Prozent der Beratungen gibt es eine Dokumentation. Das Angebot wird von Frauen, die 30 Jahre oder älter sind, sowie Frauen, die vergleichsweise besser gebildet sind, überdurchschnittlich häufig in Anspruch genommen. Frauen ohne österreichische, deutsche oder schweizerische Staatsbürgerschaft sowie Frauen aus Wien haben das Angebot hingegen geringfügig seltener nachgefragt.

Gegenüber 2018 ist die Inanspruchnahme der Hebammenberatung gleich geblieben. Die Dokumentation sollte hinsichtlich einer vergleichbaren Verortung nach Bundesland und einer besseren Erfassung der behandelten Themen angepasst werden. Zudem sollte die Umstellung auf eine webbasierte Dokumentation regionalisiert einem Monitoring unterzogen werden, um zeitnah Maßnahmen ergreifen zu können. Der Nutzen des Beratungsangebots für die Frauen sowie deren Erwartungshaltungen sollten mittels Befragung erhoben werden. Sozial benachteiligte Frauen sollten gezielt auf das Beratungsangebot und dadurch auf verfügbare Unterstützungsmöglichkeiten aufmerksam gemacht werden.

Weiterlesen: