GÖG-Colloquium | Digitalisierung im Krankenhaus – ein Beitrag zu mehr Behandlungsqualität und mehr Patientensicherheit

Beginn der Veranstaltung
17.09.2018 17:30 Uhr
Ende der Veranstaltung
17.09.2018 19:00 Uhr

Digitalisierung im Krankenhaus ist ein Thema mit großer Zukunft. Digitalisierung bildet die Basis sowohl für Prozessverbesserungen innerhalb des Krankenhauses als auch für die Vernetzung mit anderen Playern im Gesundheitswesen. Klar geregelte und nachvollziehbare interne Prozesse steigern die Behandlungsqualität, senken die Fehlerquote und steigern damit nachhaltig die Patientensicherheit.

Der Vortrag von Frau DI Claudia Perndl anlässlich des Tages der Patientensicherheit gab spannende Einblicke, wie eine nahezu vollständige Digitalisierung von Abläufen und Prozessen innerhalb des Ordensklinikum Linz Elisabethinen verwirklicht werden konnte. Schließlich hat das Haus nach dem HIMSS-EMRAM-Modell die Stufe 6 erreicht – ein großer Erfolg, wenn man den Digitalisierungsgrad bedenkt, der heute noch in vielen Gesundheitseinrichtungen Standard ist.

Frau Perndl, Chief Information Officer im Ordensklinikum Linz Elisabethinen, demonstrierte, mit welcher Strategie, in welchem Zeitrahmen und mit welcher Roadmap das Ziel einer nahezu vollständigen Digitalisierung erreicht werden konnte. Darüber hinaus zeigte sie auf, was die Digitalisierung dem Krankenhaus, den Anwendern und den Patientinnen und Patienten gebracht hat. Sie betonte insbesondere, dass dem Krankenhauspersonal durch geringeren Dokumentationsaufwand aufgrund automatisierter Prozesse mehr Zeit für die Arbeit an und für Gespräche mit Patientinnen und Patienten zur Verfügung steht. Das beeinflusst auch die Motivation der Mitarbeitenden positiv und führt dazu, dass diese die Digitalisierung überwiegend schätzen. Vor allem aber verbessern die Prozessoptimierungen die Patientensicherheit, da zahlreiche Fehlerquellen eliminiert werden konnten.

Vortragsfolien

DI Claudia Perndl ist Chief Information Officer (CIO) im Ordensklinikum Linz Elisabethinen und in der Holding „die-elisabethinen“.

Sie ist studierte Informatikerin und hat ihre Diplomarbeit zum Thema „Informatik in der Medizin“ geschrieben. Nach Jahren im Projektmanagement einer Softwarefirma bzw. als CIO in der Industrie kehrte sie 1999 zu ihrem Diplomarbeitsthema zurück und übernahm die Funktion des CIO im Krankenhaus.

Als eine ihrer ersten Tätigkeiten entwickelte sie in Abstimmung mit der Geschäftsführung die Gesamtstrategie der Digitalisierung. Seit 2000 arbeitet sie mit ihrem Team an deren konsequenter Umsetzung, immer in Zusammenarbeit und unter Einbindung der Anwenderinnen und Anwender.

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Am 17. September 2018 fand zum 4. Mal der Internationale Tag der Patientensicherheit statt, an dem sich die Gesundheit Österreich GmbH passend zum diesjährigen Motto „Digitalisierung und Patientensicherheit“ mit diesem spannenden Vortrag beteiligte.

Nähere Informationen finden Sie auch unter http://www.patientensicherheitstag.at. 

Veranstaltungsort
Gesundheit Österreich GmbH, 1010 Wien, Eingang Biberstraße 20
Foto DI Perndl