GÖG-Colloquium | Open Innovation in Science am Beispiel Digital Health

Beginn der Veranstaltung
12.12.2018 17:30 Uhr
Ende der Veranstaltung
12.12.2018 19:00 Uhr

No matter who you are, most of the smartest people work for someone else (…)

Was eine Spitze des Sun-Microsystems-Mitbegründers Bill Joy an die Adresse Bill Gatesʼ war – dieser meinte, mit Microsoft ein Intelligenzmonopol geschaffen zu haben –, gilt in hohem Maß auch für die Wissenschaft: So brillant deren Institutionen auch besetzt sein mögen, die klügsten Köpfe findet man oft außerhalb der eigenen Disziplin oder Organisation!

Mit Open-Innovation-in-Science-Projekten können diese smartest people aufgespürt werden. Sie teilen ihr Wissen mit Forscherinnen und Forschern, und so schaffen wir neues Wissen und Innovationen zum Wohle der Gesellschaft. Und das ist eines der Grundprinzipien der Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) und ihrer Ausrichtung hin zu Open Innovation in Science. Seit 2014 arbeitet die LBG daran, die Wissenschaft aus dem vielzitierten Elfenbeinturm zu holen und gemeinsam mit Vertreterinnen/Vertretern verschiedenster Disziplinen, mit Patientinnen/Patienten, deren Angehörigen und anderen „unüblichen Wissensgeberinnen/Wissensgebern“ systematisch neue Perspektiven in Wissenschaft und Forschung zu bringen. Die LBG hat als eine der ersten und wenigen europäischen Forschungsorganisationen sowohl wissenschaftliche als auch praktische Expertise hinsichtlich der Konzipierung und Umsetzung von Maßnahmen zur strategischen Öffnung der Wissenschaft (Open Innovation in Science, kurz OIS) gesammelt.

Im Rahmen des GÖG-Colloquiums Open Innovation in Science am Beispiel Digital Health gaben die Geschäftsführerin der LBG Claudia Lingner und der Open-Innovation-in-Science-Experte Patrick Lehner einen Einblick in die OIS-Aktivitäten der LBG.

Vortragsfolien : OPEN INNOVATION IN SCIENCE. Mit neuen Methoden gesellschaftliche Herausforderungen addressieren

Mag. Claudia Lingner ist seit 2001 Geschäftsführerin der Ludwig Boltzmann Gesellschaft. In dieser Funktion setzte sie eine grundlegende Reform dieser Einrichtung um, für deren strategische Ausrichtung sie verantwortlich ist. Davor leitete sie den Dachverband der Österreichischen Kinder-Krebs-Hilfe (1997–2001) und war in der Industriellenvereinigung für den Bereich Junge Industrie verantwortlich (1991–1995). Lingner studierte Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien, absolvierte ebendort den Lehrgang für Öffentlichkeitsarbeit und an der Harvard Kennedy School (USA) das Senior Executive Programme. 

Mag. Patrick Lehner ist Experte für Forschungs- und Innovationsstrategien, Forschungsfinanzierung sowie Wirkungssteuerung und -messung. Als Head of Impact and Knowledge Exchange an der Ludwig Boltzmann Gesellschaft ist er für die Umsetzung strategischer Maßnahmen zur Erhöhung der Wirkung von Forschung auf die Gesellschaft verantwortlich. Zuvor war Lehner als Verwaltungsdirektor an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften für die Verwaltung der Institute zuständig. An der Wirtschaftsuniversität Wien leitete er das Research Service Center. In seiner Zeit als Forscher beschäftigte er sich mit nationalen und regionalen Innovationssystemen sowie mit Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Patrick Lehner hat an der Universität Wien und der University of California Santa Cruz Volkswirtschaft studiert.

Begrüßung und Moderation:

Dr. med. Brigitte Piso, MPH
Geschäftsbereichsleiterin des Bundesinstituts für Qualität
im Gesundheitswesen (BIQG), Gesundheit Österreich GmbH

Veranstaltungsort
Gesundheit Österreich GmbH, Eingang Biberstraße 20, 1010 Wien
Foto Mag. Claudia Lingner, LBG
Foto Mag. Patrick Lehner, LBG