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Smart Fox

Digitalisierung und Dateninfrastrukturen
Auftraggebende Stellen:BMSGPK (jetzt: BMASGPK), FFG
Laufzeit:fortlaufend seit Jan. 2024

Viele klinische Forschungsaktivitäten in Österreich stehen aufgrund von nicht verknüpfbaren Datenquellen vor Herausforderungen. Daten werden oft aus datenschutzrechtlichen oder betriebswirtschaftlichen Gründen nicht für die gemeinsame Nutzung zur Verfügung gestellt. Der wahre Wert sinnvoller Anwendungen liegt aber oft in der Vernetzung von Daten. Die COVID-19-Pandemie hat gezeigt, wie schwierig die Vernetzung von gesundheitsrelevanten Realdaten in Österreich ist und dass ein effizienterer und belastbarerer Ansatz dringend notwendig ist.

Die Komplexität des föderalen Gesundheitssystems mit seinen unterschiedlichen Finanzierungsmodalitäten, Zuständigkeiten und Interessengruppen trägt zu diesem Problem bei. Aus institutioneller Sicht führt die Analyse von Daten entlang der kontinuierlichen Gesundheitsversorgung einer Patientin oder eines Patienten, an der mehrere Gesundheitsdienstleister:innen beteiligt sind, zu blinden Flecken und fehlenden Verbindungen.

In Anerkennung der zentralen Rolle von Bürgerinnen und Bürgern sowie Patientinnen und Patienten in der Gesundheitsversorgung und im Bereich der klinischen Forschung zielt der Projektansatz darauf ab, Konzepte, Methoden und Instrumente zu entwickeln, die es Bürgerinnen und Bürgern sowie Patientinnen und Patienten ermöglichen, ihre Gesundheitsdaten für die klinische Forschung zu spenden.
In Smart FOX werden Beispiele aus der Praxis für die Sekundärnutzung von Daten in der klinischen Forschung gezeigt:

  • Es werden ELGA-standardisierte Gesundheitsdaten mit klinischen Registern für Dickdarm-krebs und Herzinsuffizienz verknüpft. Dabei werden erstmals ambulante und stationäre Daten kombiniert, um das Kontinuum der Gesundheitsversorgung zu untersuchen und Biobanking-Infrastrukturen mit ELGA-standardisierten Gesundheitsdatenspenden in spezifi-schen Forschungskontexten zu verbinden.
  • Es werden Anreize und die Bereitschaft für bürger-/patientenbasierte Gesundheitsdaten-spenden durch einen Service, der sich auf patientengenerierte Daten und Outcomes kon-zentriert, untersucht.
  • Der Prozess der Patientenrekrutierung wird verbessert, indem die Dienste der Industrie mit den in Smart FOX entwickelten Datenspendenregistern auf sichere Weise verbunden werden.

Die Rolle der GÖG in diesem Projekt besteht darin, die ethischen und Governance-Aspekte sicherzustellen sowie die Einbettung in den Kontext EHDS und damit verbundene Infrastrukturen zu berücksichtigen. Dafür wurde in ein Governance-Framework, welches unter der Leitung des Instituts für Innovation und Digitalisierung im Recht (Universität Wien) entwickelt wurde, eine Analyse der europäischen Rahmenbedingungen (insbesondere des EHDS) eingebracht.

Der von der GÖG geleitete Task „EHDS and International Interfaces“ arbeitet an einer Analyse, welche die Einbettung von Smart FOX in die nationale und internationale Projektlandschaft darstellt. In einer Serie von „Learning Clubs“ wurden verschiedene Aspekte von Data Governance, Patientenbeteiligung, rechtliche Rahmenbedingungen, die Vorbereitung auf zukünftige europäische Erfordernisse u. v. m. verschiedenen Stakeholdergruppen nähergebracht.

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