Darmkrebs-Screening: Internationale Perspektiven zur Umsetzung
Vom 31. März bis 01. April 2025 lud die Abteilung Koordination Onkologie der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) zu einem informativen Workshop nach Wien ein. Unter dem Titel „Barriers and facilitators in the piloting and implementing phase of CRC Screening programmes“ diskutierten internationale und nationale Fachleute über zentrale Herausforderungen und Erfolgsfaktoren bei der Einführung und Umsetzung von Darmkrebs-Screenings. Dieser Workshop war Teil der Joint Action EUCanScreen-Initiative und zielte darauf ab, den Wissensaustausch zwischen Ländern mit etablierten Screening-Programmen zu erleichtern.
Internationale Perspektiven und Fachvorträge
Ein zentraler Bestandteil der Veranstaltung war die Vortragsreihe internationaler Expert:innen, die Einblicke in die Screening-Programme ihrer Heimatländer gaben. Vertreter:innen aus den Niederlanden, Island, Norwegen, Spanien und Schweden schilderten die jeweilige Organisation, Finanzierung, Teilnehmeransprache sowie Evaluation ihrer Programme. Diese praxisnahen Erfahrungsberichte boten eine wertvolle Vergleichsbasis für die Teilnehmenden und regten zu tiefgreifenden Diskussionen über unterschiedliche Herangehensweisen in Europa an.
World Café: Gemeinsam Lösungen entwickeln
Ein besonderes Highlight stellte das World Café dar – ein interaktives Austauschformat, bei dem kleine Gruppen rotierend zu verschiedenen Themenbereichen arbeiteten. Diskutiert wurden dabei insbesondere:
- Dokumentation und Datenerfassung
- Maßnahmen zur Erhöhung der Teilnahmerate
- Informationsmaterialien für die Bevölkerung
- Herausforderungen in der Implementierungs- und Einladungsphase
Dieser methodisch abwechslungsreiche Ansatz ermöglichte es den Teilnehmenden, unterschiedliche Sichtweisen einzubringen, voneinander zu lernen und gemeinsam praxisnahe Lösungen zu entwickeln.
Netzwerkbildung und interaktiver Austausch
Neben den inhaltlichen Aspekten legte der Workshop großen Wert auf Vernetzung und Dialog. In entspannter Atmosphäre konnten sich Akteur:innen aus verschiedensten Ländern und Organisationen austauschen, neue Kooperationen anbahnen und Best Practices teilen. Die hohe Interaktivität der Veranstaltung förderte nicht nur den Wissenstransfer, sondern auch das gegenseitige Verständnis für unterschiedliche nationale Ausgangssituationen.
Fazit: Schritt in Richtung europäischer Zusammenarbeit
Im Rahmen des Workshops wurde sichtbar, wie wichtig der europäische Dialog im Bereich der Krebsprävention ist. Die Kombination aus wissenschaftlichem Input, praktischer Erfahrung und methodischer Vielfalt machte die Veranstaltung zu einem bedeutenden Forum für Entscheidungsträger:innen, Programmverantwortliche und Forscher:innen im Bereich Kolorektalkarzinom-Screening.
Die Ergebnisse und Diskussionen dieses Workshops liefern wertvolle Impulse für die weitere Entwicklung und Optimierung von Darmkrebs-Screeningprogrammen – in Österreich wie auch europaweit.
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