Wissensgrundlagen für Gesundheitskompetente Organisationen (GKO)

Auftraggeber: FGÖ
Laufzeit: Jänner 2018 bis Dezember 2019
Ansprechperson GÖG: Lisa Gugglberger

Internationale Studien zeigen, dass Personen mit eingeschränkter Gesundheitskompetenz das Krankenbehandlungssystem schlechter nutzen und weniger davon profitieren als Personen mit guter Gesundheitskompetenz. Interventionen auf persönlicher Ebene – allein - greifen zu kurz. Strukturen des Gesundheitssystems haben maßgeblichen Einfluss auf die Gesundheitskompetenz. 2012 forderte das Institute of Medicine die systematische Unterstützung der Bevölkerung durch „Gesundheitskompetente Gesundheitseinrichtungen“. „Gesundheitskompetent“ wird als Qualitätsmerkmal in Krankenhäusern etc. auf die Strukturen, Prozesse und Outputs der Organisation. Wichtige Entwicklungen gab es auch in Österreich: so wurde das Selbstbewertungs-Instrument zum Wiener Konzept Gesundheitskompetenter Krankenbehandlungsorganisationen wurde in Österreich getestet und in mehrere Sprachen übersetzt.

Nachdem die Förderung organisationaler Gesundheitskompetenz auch lt. österreichischen Bundeszielsteuerungsvertrag 2017 entsprechende Maßnahmen auf Bundes- und Landesebene umgesetzt werden soll, hat das Projekt das Ziel, gute Wissensgrundlagen für die Entwicklung des neuen ÖPGK Schwerpunkts zur organisationalen Gesundheitskompetenz für verschiedene Settings (Krankenhäuser, Primärversorgungs-einrichtungen, Schulen, Jugendzentren, Betriebe etc.) zu schaffen. Auf Basis einer umfassenden Literatursuche stellte das Projekt die wesentlichsten Methodensammlungen, Instrumente und Grundlagenarbeiten  zur organisationale Gesundheitskompetenz über die Website der ÖPGK bereit (https://oepgk.at/wissenscenter/). Die Ergebnisse wurden auch abschließend mit dem Team des FGÖ in Hinblick auf Anwendungsmöglichkeiten in den Arbeiten des FGÖ diskutiert.