Kompetenzstelle Mundgesundheit

Auftraggeber: BMASGK
Laufzeit: kontinuierliches Projekt
Ansprechperson GÖG: Gabriele Sax

Mundbezogene Krankheiten (Karies, parodontale Erkrankungen) sind die meistverbreiteten Krankheiten, schlechte Mundgesundheit kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Darüber hinaus zeigen immer mehr Studien einen Zusammenhang zwischen Karies und/oder Parodontitis und anderen Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dies hängt einerseits damit zusammen, dass es gemeinsame Risikofaktoren gibt, andererseits gibt es aber auch direkte Einflüsse/Zusammenhänge (z. B. ist der Mund „Eintrittspforte“ für eine Vielzahl von Bakterien und Viren – ein „kranker Mund“ beeinflusst den Verlauf von Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen in negativer Weise). Trotz der möglichen Prävention oraler Erkrankungen wenden die österreichischen Sozialversicherungsträger fast sechs Prozent ihrer Ausgaben für zahnmedizinische Leistungen auf. Und dies bei hohen Zuzahlungen durch die Patientinnen und Patienten.

Um auf die Komplexität des Themas und die Vielfalt der involvierten Stakeholder besser eingehen zu können, wurde 2017 erstmals ein Stakeholder-Dialog durchgeführt. Dieser soll auch 2018 wieder stattfinden um gemeinsam mit allen Stakeholdern die Herausforderungen zielgruppenspezifisch weiter zu bearbeiten.

Um Erfahrungen und neueste Entwicklungen in Europa in diesen Dialog und die Umsetzung von Maßnahmen einzubringen, wird die Kompetenzstelle Mundgesundheit weiterhin im Council of European Chief Dental Officers (CECDO) und in der European Association of Dental Public Health (EADPH) mitwirken.

2018 fand in Österreich im Rahmen der österreichischen EU-Präsidentschaft die joint CMO-CDO-CNO-Konferenz in Wien statt.

Weiterlesen:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konstumentenschutz - Kurzfassung CMNDO-Meeting Vienna

Länder-Zahnstatuserhebung 2016