Kompetenzstelle Mundgesundheit
Obwohl es effektive Präventionsmaßnahmen gibt, sind mundbezogene Krankheiten (Karies, parodontale Erkrankungen) die meistverbreiteten; schlechte Mundgesundheit kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Darüber hinaus zeigen immer mehr Studien einen Zusammenhang zwischen schlechter Mundgesundheit und anderen Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Obwohl oralen Erkrankungen vorgebeugt werden könnte, wenden die österreichischen Sozialversicherungsträger fast sechs Prozent ihrer Ausgaben für zahnmedizinische Leistungen auf – und dies trotz hoher Zuzahlungen durch die Patientinnen und Patienten.
Um auf die Komplexität des Themas und die Vielfalt der involvierten Stakeholder:innen besser eingehen zu können, wurde 2017 der Stakeholder-Dialog Mundgesundheit als Diskussionsplatt-form eingerichtet und bis 2024 fortgeführt. 2025 wurde eine neue Arbeitsgruppe Mundgesund-heit (vormals „Austauschgruppe Mundgesundheit“) im Rahmen der Zielsteuerung-Gesundheit eingerichtet, die sich unter anderem mit Maßnahmenvorschlägen für Österreich zur Umsetzung der globalen Strategie und dem Aktionsplan für Mundgesundheit der WHO auseinandersetzt.
Um Erfahrungen und neueste Entwicklungen in Europa in diese Arbeitsgruppe und in die Maßnahmenumsetzung einzubringen, hat die Kompetenzstelle Mundgesundheit im Council of European Chief Dental Officers (CECDO) und in der European Association of Dental Public Health (EADPH) mitgewirkt. Darüber hinaus begleitete die Kompetenzstelle die Fertigstellung und Dissemination der Österreichischen Zahnstatuserhebung bei 6- bis 7-jährigen Kindern, die 2023/24 im Auftrag der BGA durchgeführt wurde und deren Ergebnisse bei der Veranstaltung „Gemeinsam für gesunde Zähne und faire Chancen. Zahnstatus der Kinder in Österreich im Fokus“ im April 2025 vorgestellt wurden.
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Österreichische Zahnstatuserhebung 2023/24. 6- bis 7-jährige Kinder