Koordinationsstelle Qualitätsregister

Auftraggeber: BMASGK
Laufzeit: Jänner 2018 bis Dezember 2018
Ansprechperson GÖG: Reinhard Kern

Die GÖG entwickelt und betreibt im gesetzlichen Auftrag das Stroke-Unit-Register, das Herzchirurgie-Register und das Herzschrittmacher-, ICD- und Loop-Recorder-Register. Für das Herzchirurgie- und das Stroke-Unit-Register wurde die intensive Zusammenarbeit mit A-IQI (Austrian Inpatient Quality Indicators) weitergeführt.

Datenauswertungen aus dem Stroke-Unit-Register: 85 Prozent der Patientinnen und Patienten wurden im Jahr 2018 direkt in ein Krankenhaus mit Stroke-Unit eingeliefert, 15 Prozent kamen über ein anderes Krankenhaus. Der Anteil direkter Aufnahmen bleibt konstant hoch, was auf ein kontinuierliches Schnittstellenmanagement von Rettungswesen und Krankenanstalten hinweist. Der Anteil der Rettungstransporte mit Notärztin/Notarzt ist in den letzten drei Jahren konstant niedrig, d. h. auf die notärztliche Begleitung wird immer häufiger verzichtet.

Bei der Lyse-Rate für jene Patientinnen/Patienten, die die lyserelevanten Kriterien (Alter, Zeitspanne Ereignis bis Lyse) erfüllen, zeigt sich für 2018 ein verbesserter Wert im Vergleich zu 2017. Die Lyse-Rate für diese Patientengruppe liegt im Österreichschnitt bei rund 71 Prozent.

71 Prozent aller lysierten Patientinnen und Patienten erhalten die Lyse im Österreichschnitt innerhalb von 60 Minuten ab Krankenhausaufnahme (Door-to-Needle-Time), wobei der Patientinnen-/Patientenanteil je nach Stroke-Unit zwischen 30 und 90 Prozent stark schwankt.

Datenauswertungen im Bereich Erwachsenenherzchirurgie: Die 30-Tages-Mortalitätsrate (Anteil der 30 Tage nach einer Operation verstorbenen Patientinnen/Patienten) liegt österreichweit in den letzten fünf Jahren zwischen 3,7 und 4,4 Prozent. Die 30-Tages-Mortalitätsrate bei geplanten Operationen 2017 schwankt zwischen den Zentren innerhalb einer Bandbreite von 0,99 bis 4,47 Prozent. Der Anteil der Patientinnen/Patienten, die sich einer erneuten herzchirurgischen Operation wegen einer Nachblutung – die im Krankenhaus aufgetreten ist – unterziehen mussten, fiel im Jahr 2017 signifkant auf 3,76 Prozent ab. In den Jahren 2014 bis 2016 lagen die Werte zwischen 5,27 Prozent und 5,91 Prozent.

Datenauswertungen aus Herzschrittmacher-, ICD- und Loop-Recorder-Register: Insgesamt erfolgen die meisten Erstimplantationen von Herzschrittmachern, ICD und Loop-Recordern bei Menschen im Alter von 70 bis 89 Jahren. In den Altersgruppen bis inklusive 79 Jahre ist in allen drei Bereichen der Anteil der Patienten größer als jener der Patientinnen. Im Bereich Herzschrittmacher wurden Synkope, Bradykardie und Schwindel als häufigste Symptome angegeben, infolge deren Erstimplantationen durchgeführt wurden. Auch im Bereich Loop-Recorder ist sowohl bei Männern als auch bei Frauen mit jeweils mehr als 40 Prozent aller Angaben Synkope ohne Verletzung das häufigste Symptom, das zur Implantation eines Loop-Recorders führt. Die Frage nach dem Auftreten perioperativer Komplikationen bei ICD-Erstimplantationen wurde in rund 98 Prozent aller Fälle mit Nein beantwortet.