Darmkrebsscreening – Vorarbeiten für eine Budgetauswirkungsanalyse

Auftraggeber: BMGF (jetzt: BMASGK)
Laufzeit: Jänner 2017 bis Dezember 2017
Ansprechperson GÖG: Katharina Antony

Aktuell gibt es in Österreich kein nationales organisiertes Kolonkrebsscreening. Allerdings besteht die Möglichkeit, im Rahmen der „Vorsorgeuntersuchung neu“ eine Darmkrebsvorsorge in Anspruch zu nehmen: Personen ab 40 Jahren können jährlich einen Stuhlbluttest durchführen; Personen ab 50 Jahren können alternativ dazu alle zehn Jahre eine Vorsorgekoloskopie in Anspruch nehmen.

Zwei Bundesländer bieten erweiterte Möglichkeiten der Darmkrebsvorsorge an: Im Burgenland wird parallel zur Vorsorgeuntersuchung ein flächendeckendes Massenscreening mittels eines immunologischen Tests (iFOBT) auf okkultes Blut im Rahmen des Projekts „Burgenland gegen Dickdarmkrebs“ angeboten. In Vorarlberg wird die Vorsorgekoloskopie – mit vertraglich vereinbarten Qualitätsstandards – intensiviert angeboten.

In Hinblick auf Überlegungen zur Einführung eines nationalen, populationsbezogenen Kolonkrebsscreenings stellt sich die Frage, welche konkreten Kosten und Effekte mit der Einführung möglicher Screeningstrategien verbunden sind. Im Jahr 2017 wurden Vorarbeiten für eine Budgetauswirkungsanalyse verschiedener möglicher Screeningstrategien geleistet (z. B. Abbildung des Status quo in Österreich: Recherche verfügbarer Daten bezüglich Mengen, Kosten und Effekten).