Auswirkungen von COVID-19 im Drogenbereich

Die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht analysierte in der mittlerweile zweiten Trendspotter‐Studie die aktuellen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Drogenbereich. Die Erhebung in Österreich erfolgte durch den REITOX Focal Point des Kompetenzzentrums Sucht an der GÖG, wobei in Österreich zusätzlich auch Entwicklungen im Alkohol‐ und Glücksspielsuchtbereich erfasst wurden. Durch die durch COVID‐19 verursachten Belastungen wie Arbeitslosigkeit, Einsamkeit und Angst hat sich die psychische Gesundheit in der Zielgruppe zum Teil stark verschlechtert, und es kommt zu mehr psychiatrischer Komorbidität und insbesondere im Alkoholbereich zu mehr Rückfällen. Zentrale Herausforderung ist die Aufrechterhaltung der Angebote mit einem zunehmend belasteten Personal unter Einhaltung der COVID‐19‐Schutzmaßnahmen. Der internationale Bericht, in den die Ergebnisse aus Österreich eingeflossen sind, wurde von der EBDD Ende April publiziert.

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Sucht und COVID‐19 – Trendspotter März 2021. Österreichergebnisse der EBDD‐Trendspotting‐Studie über Auswirkungen von COVID‐19 auf Menschen mit illegalem Substanzkonsum und auf Einrichtungen der Drogenhilfe in der Europäischen Union (erweitert um Alkohol und Glücksspiel).

Impact of COVID-19 on drug markets, use, harms and drug services in the community and prisons