Leistbarer Zugang zu Arzneimitteln für alle – ein Sommernachtstraum? Einladung zum Vortrag und zur Podiumsdiskussion

Beginn der Veranstaltung
25.07.2018 17:00 Uhr
Ende der Veranstaltung
25.07.2018 19:00 Uhr
Veranstaltungsort
Festsaal, Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, Radetzkystraße 2, 1030 Wien

Ausgaben für Arzneimittel bilden einen der Hauptgründe für die finanzielle Notlage vieler privater Haushalte in ganz Europa. In manchen Ländern müssen sich Patientinnen und Patienten zwischen dem Kauf von Nahrungsmitteln oder jenem wichtiger Medikamente entscheiden, da sie diese fast ausschließlich aus eigener Tasche finanzieren müssen.

In Österreich ist die Bevölkerung durch das soziale Krankenversicherungssystem vor einer solchen Situation geschützt. Unser Krankenversicherungssystem ermöglicht Patientinnen und Patienten den Zugang zu Arzneimitteln mit nur geringen Zuzahlungen und bietet Schutz­mechanismen für ärmere oder kränkere Bevölkerungsschichten. Allerdings setzen hochpreisige Medikamente die finanzielle Tragfähigkeit des österreichischen Gesundheitssystems in letzter Zeit zunehmend unter Druck.

Wird das System auch in Zukunft nachhaltig finanzierbar sein? Wie können wir sicherstellen, dass Patientinnen und Patienten weiterhin der Zugang zu leistbaren Arzneimitteln offensteht?

Tamás Evetovits vom WHO Barcelona Office for Health Systems Strengthening wird die Auswirkungen von hohen Ausgaben für Medikamente auf Haushalte und Gesundheit erläutern. In einer anschließenden Podiumsdiskussion diskutieren Expertinnen und Experten die aktuellen Herausforderungen bei der Finanzierung von Arzneimitteln in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen sowie in Ländern mit hohen Einkommen wie Österreich.

Am Podium (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Hanne Bak Pedersen, Programmkoordinatorin für Health Technologies and Pharmaceuticals, WHO-Regionalbüro für Europa
  • Gerhard Fortwengel, Hochschule Hannover
  • Alexander Herzog, Generalsekretär des Verbands der pharmazeutischen Industrie Österreichs (Pharmig)
  • Klaus Klaushofer, Hanusch-Krankenhaus der Wiener Gebietskrankenkasse
  • Sabine Vogler, Leiterin des WHO-Kooperationszentrums für Arzneimittelpreisbildung und -erstattung an der Gesundheit Österreich GmbH

Moderator: Kees de Joncheeree, ehemaliger Leiter der Abteilung Essential Medicines and Health Products der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf

Organisatoren: WHO-Kooperationszentrum für Arzneimittelpreisbildung und  -erstattung an der Gesundheit Österreich GmbH und WHO-Regionalbüro für Europa

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. 
Das Publikum kann sich mit Fragen auch in die Diskussion einbringen. Im Anschluss an den Vortrag und die Podiumsdiskussion findet ein Empfang statt.

Wir freuen uns über Ihr Kommen und ersuchen Sie um formlose Anmeldung bis 24. 7. 2018 unter: pharmanews@goeg.at