Primärversorgung

Im Jahr 2014 wurde von Bund, Ländern und Sozialversicherung der Startschuss zur Neugestaltung der Primärversorgung in Österreich gegeben. Ziel ist es, die erste Versorgungsebene im Gesundheitswesen zu stärken. Geplant ist, dass mehrere Hausärztinnen und Hausärzte in größeren Ordinationen oder Netzwerken in Teams mit anderen Gesundheitsberufen zusammenarbeiten. Durch längere Öffnungszeiten und ein breiteres, auf die regionalen Bedürfnisse abgestimmtes Leistungsangebot soll das Service für die Patientinnen und Patienten verbessert und vor allem auch die kontinuierliche Betreuung besonders bei chronisch Kranken optimiert werden. Damit möchte man unnötige Kontakte zu Spitälern vermeiden und damit auch Spitalsambulanzen entlasten. Damit rücken neben der Krankenbehandlung auch Aufgaben der Krankheitsprävention, Gesundheitsförderung sowie Maßnahmen zur Stärkung der Gesundheitskompetenz in den Fokus.

Die GÖG ist auf vielen Ebenen mit der Umsetzungsunterstützung der neuen Primärversorgung befasst. So wurden von ihr unter anderem die Entwicklung des Konzepts „Stärkung der Primärversorgung - Das Team rund um den Hausarzt“ wissenschaftlich begleitet und in Folge Hintergrundinformationen für die Arbeitsgremien der Bundesgesundheitsagentur zu konzeptkonformen Gestaltungsmöglichkeiten vorbereitet. Des Weiteren unterstützte die GÖG Pilotprojekte sowie die systematische Implementierung von Gesundheitsförderung in Primärversorgungseinheiten und erarbeite Muster-Versorgungskonzepts und Versorgungsprofile für Einzugsbereiche von Primärversorgungseinheiten. Die GÖG wurde auch mit der Evaluierung von Pilotprojekten beauftragt.

Seit 2017 organisiert die GÖG Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin (ÖGAM) die Veranstaltungsreihe „Umsetzung-Dialog-Primärversorgung“. Damit sollen der Wissenstransfer aus bereits laufenden Projekten und die Vernetzung von Entscheidungsträgern und zukünftigen Betreibern angeregt sowie die Akzeptanz der neuen Primärversorgungseinheiten bei den Gesundheitsberufen und der Bevölkerung gefördert werden.

Ausgewählte Projekte:

 

Kontakt:

Dr. Eva Pilz

Infos des BMASGK