Suchtrelevantes Verhalten in der Gesamtbevölkerung und in speziellen Subgruppen

Auftraggeber: BMASGK
Laufzeit: kontinuierliches Projekt
Ansprechperson GÖG:
Julian Strizek

Im Projekt "Suchtspezifisches Verhalten in der Gesamtbevölkerung und in Subgruppen" lag zwischen den Erhebungswellen von ESPAD ("European School Survey Project on Alcohol and other Drugs") und GPS (General Population Survey) der Arbeitsschwerpunkt einerseits auf (1) einer qualitativen Erhebung unter einer mittels quantitativer Methoden nicht erreichbaren Bevölkerungsgruppen und andererseits (2) auf konzeptionellen Arbeiten im Bereich der Verhaltenssüchte in Vorbereitung auf die beiden nächsten Erhebungswellen (ESPAD: 2019, GPS: 2020).

ad 1) Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) erfüllen mehrere Risikofaktoren, die die Entwicklung von Sucht begünstigen. Mittels qualitativer Methoden (Einzelinterviews mit UMF, Interviews und Fokusgruppen mit betroffenen Berufsgruppen) wurde die Bandbreite der zielgruppenspezifischen Risikofaktoren und den daraus folgenden Anforderungen an deren Versorgung im Rahmen von Suchthilfe und Suchtprävention erarbeitet und gemeinsam mit Experten/Expertinnen aus der Praxis Empfehlungen entwickelt.

ad 2) In Zusammenhang mit dem Diskurs zu stoffungebundenem Suchtverhalten werden zunehmend Fragen zur Computerspielnutzung und dem Gebrauch von Kommunikationsmedien in Fragebogenerhebungen eingebaut. Im Rahmen des Projekts wurde die teilweise durchaus widersprüchlich verlaufenden Diskurse zu diesen relativ neuartigen Verhaltensweisen erarbeitet und somit eine Entscheidungsgrundlage geschaffen, ob und wenn ja in welcher Form Fragen zu diesen Verhaltensweisen zukünftig in Fragebogenerhebungen eingesetzt werden sollen.

Weiterlesen:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz:

ESPAD Österreich 2015
ESPAD Report 2015 - Results from the European School Survey Project on Alcohol and Other Drugs
Bevölkerungserhebung zu Substanzgebrauch 2015
Problematische Nutzung von digitalen Spielen

Suchtspezifische Problemlagen von männlichen unbegleiteten jugendlichen Geflüchteten in Wien