Ergebnisqualitätsregister – Herz- und Gefäßerkrankungen

Auftraggeber: BMGF
Laufzeit: kontinuierliches Projekt auch im Rahmen der Zielsteuerung-Gesundheit
Ansprechperson GÖG: Reinhard Kern

Die GÖG entwickelt und betreibt im gesetzlichen Auftrag das Stroke-Unit-Register, das Herzchir­urgie-Register und das Herzschrittmacher-, ICD- und Loop-Recorder-Register.

In Maßnahme 2 zum operativen Ziel 8.2.1. gemäß Bundes-Zielsteuerungsvertrag (2013) ist fest­gelegt, Ziel, Zweck und Umfang verbindlicher subsidiärer bundesweiter Qualitätsregister festzu­legen, deren Aussagekraft über bereits bestehende bundesweite Routinedaten hinausgeht.

Datenauswertungen aus dem Stroke-Unit-Register: 86 Prozent der Patientinnen und Patienten wurden im Jahr 2016 direkt in ein Krankenhaus mit Stroke-Unit eingeliefert, 14 Prozent kamen über ein anderes Krankenhaus. Der Anteil an direkten Aufnahmen bleibt konstant hoch, was auf ein kontinuierliches Schnittstellenmanagement von Rettungswesen und Krankenanstalten hinweist. Der Anteil der Rettungstransporte mit Notarzt/Notärztin in den letzten drei Jahren ist konstant niedrig, d. h. auf die notärztliche Begleitung wird immer häufiger verzichtet.

Datenauswertungen im Bereich Erwachsenenherzchirurgie: Die 30-Tages-Mortalitätsrate (Anteil der 30 Tage nach einer Operation verstorbenen Patienten/Patientinnen) stieg österreichweit in den letzten Jahren kontinuierlich an: von 3,71 Prozent (2012) auf 3,84 Prozent im Jahr 2014. Bei geplanten Operationen bewegte sich diese Rate 2014 zwischen 0,8 und 4,53 Prozent. Der Patientenanteil, der sich einer erneuten herzchirurgischen Operation wegen einer Nachblutung unterziehen musste, erhöhte sich von 4,08 Prozent im Jahr 2013 auf 5,27 Prozent.

Datenauswertungen aus Herzschrittmacher-, ICD- und Loop-Recorder-Register: Mit einem Anteil von 38,3 Prozent (2015) werden die meisten Erstimplantationen von Herzschrittmachern bei Menschen im Alter von 80 bis 89 Jahren durchgeführt, wobei bei Männern der Maximalwert in der Altersgruppe 70-79 Jahre erreicht wird (41 Prozent aller männlichen Patienten). Bei ICD-Implan­tationen traten in rund zwei Prozent aller Fälle perioperative Komplikationen auf. Diese unterteilen sich unter anderem in Wundhämatom, Sondendislokation und nichtplatzierbare Sonden. Das häufigste Symptom, das zur Implantation eines Loop-Recorders führt, ist sowohl bei Männern als auch bei Frauen mit jeweils mehr als 44 Prozent eine Synkope ohne Verletzung.