Qualitätsmessung (stationär und ambulant)

Auftraggeber: BGA
Laufzeit: Jänner bis Dezember 2017
Ansprechperson GÖG: Eva Pilz

Ziel der Qualitätsmessung ist das Sicherstellen einer hohen Versorgungsqualität im stationären und ambulanten Bereich unter besonderer Berücksichtigung der Schnittstellen sowie das Unterstützen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Thematisch wurde auf mehreren Ebenen gearbeitet.

Im Bereich der ambulanten Qualitätsmessung wurden auf Basis des 2016 abgenommenen Konzeptes erste Pilotqualitätszirkel mit niedergelassenen Ärtzinnen/Ärzten zum Schwerpunkt Krankheitsbilder / Diabetes mellitus Typ II abgehalten. Es wurden ausgewählte Indikatoren aus dem bereits bestehenden System LEICON sowie wesentliche Hintergrundinformationen präsentiert und diskutiert.

Die Qualitätszirkel fanden in ausgewählten Pilotregionen in Oberösterreich und der Steiermark statt, wobei auf Ausgewogenheit zwischen ländlichen und städtischen Bezirken geachtet wurde. Geleitet wurden die Zirkel von speziell geschulten Moderatorinnen und Moderatoren, die auch die Ergebnisse in standardisierter Form festhielten. Diese wurden seitens der Österreichischen Ärztekammer aufbereitet und sollen nun zu einem Pilotbericht zusammengefasst werden.

Im Jahr 2018 soll an der sukzessiven Etablierung der Qualitätszirkel in ganz Österreich gearbeitet werden, wobei zunächst ein Roll-out-Konzept ausgearbeitet werden soll. Seitens der Fachgruppe Versorgungsprozesse wurde dafür eine eigene Projektgruppe unter Leitung der Sozialversicherung eingesetzt, die sowohl inhaltlich als auch organisatorisch von der GÖG unterstützt wird.

Im Bereich der Hüft- und Knierevisionsdokumentation wurde durch die Fortführung des im Jahr 2015 durchgeführten Pilotprojekts die Zusammenarbeit mit A-IQI etabliert. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium und Vertretern der Fachgesellschaften für Orthopädie und Unfallchirurgie wurden die beiden A-IQI-Datensätze aktualisiert und auf dieser Basis für alle Revisionen bei Hüft- und Knie-Endoprothesen sowie alle Sentinel-Todesfälle bei Hüft- und Knie-Endprothesen für das Jahr 2016 ausgewählte ergebnisrelevante Indikatoren nacherhoben. Im Anschluss daran wurden die Auswertungen durchgeführt und die ersten Ergebnisse in der AIQI-Steuerungsgruppe präsentiert. Im Jahr 2018 sollen die Auswertungen pro Fonds übermittelt werden.