Prävention und Öffentliche Gesundheit

Prävention umfasst Maßnahmen, welche die Verhinderung eines Gesundheitsproblems zum Ziel haben, das noch nicht manifest geworden ist. Es kann dabei in Hinblick auf die – nach Krankheitsrisiko spezifizierte – Zielgruppenorientierung zwischen universeller, selektiver und indizierter Prävention unterschieden werden. Bei der Entwicklung von Präventionsprogrammen soll immer darauf geachtet werden, dass sowohl verhaltens- als auch verhältnisorientierte Maßnahmen gesetzt werden. Im Rahmen der Kompetenzstelle Mundgesundheit werden die Aktivitäten der Kariesprophylaxe einerseits dokumentiert, andererseits nach WHO-Zielgruppen evaluiert, womit Erfolge, aber auch Handlungsbedarfe aufgezeigt werden.

Die Corona-Pandemie hat, wie die Informationen zur Verhinderung von Ansteckungen mit COVID-19 illustrieren, die Wichtigkeit der Kommunikation von Präventionsmaßnahmen verdeutlicht. Die Auswirkungen von Anti-Pandemie-Maßnahmen für das gesellschaftliche und individuelle Leben sind so massiv wie schon seit 100 Jahren nicht mehr. Es gab öffentliche und fachinterne Kritik und auch ebensolches Lob am Vorgehen der öffentlichen Stellen in unterschiedlichen Ländern. Risikokommunikation, welche die Bevölkerung transparent informiert, jedoch nicht verunsichert, war und ist das erklärte Ziel vieler Bemühungen. Die GÖG unterstützt Organisationen bei der Weiterentwicklung ihrer Kommunikationsmaßnahmen.

Der Öffentliche Gesundheitsdienst spielt als „dritte Säule“ des Gesundheitswesens im Bereich der Verhältnisprävention eine zentrale Rolle. Im Zuge des Projekts Pandemiemanagement und Öffentlicher Gesundheitsdienst (ÖGD) soll das Momentum, das sich aus der Coronapandemie ergeben hat, genutzt und ein 2005 begonnener Reformprozess des ÖGD fortgeführt werden.

 

Kontakt: Edith Flaschberger, Gabriele Sax