Handbuch Alkohol II

Auftraggeber: BMASGK
Laufzeit: kontinuierliches Projekt
Ansprechperson GÖG:
Alfred Uhl

Es gibt in Österreich keine einheitliche, über alle Resorts hinweg abgestimmte Alkoholpolitik, aber eine Fülle von Gesetzen auf Bundes- und Landesebene, die alkoholspezifische Aspekte regeln. Das betrifft unter anderem die Bereiche Jugendschutz, Veranstaltungsrecht, Gewerberecht, Konsumentenschutz, Straßenverkehr, Arbeitsrecht, Strafrecht und vieles mehr. Da sich relevante Bestimmungen in sehr vielen Gesetzen finden, wurde 2017 großes Augenmerk darauf gelegt, einen möglichst systematischen Überblick über diese Bereiche in übersichtlicher Art und Weise zusammenzustellen.

Unterschiedliche Trends und Entwicklungen auf europäischer Ebene wurden analysiert. Zurzeit gibt es starke Bestrebungen auf europäischer bzw. internationaler Ebene, Alkoholkonsum und Alkoholprobleme standardisiert zu erfassen und darüber hinaus das Thema Belastungen und Gefährdungen von Dritten durch Alkoholkonsum zu lancieren. Quantitatives Erfassen von Alkoholkonsum und speziell von Alkoholproblemen wird durch viele methodische Probleme erschwert, weswegen seit vielen Jahrzehnten kontroverse Diskurse geführt werden, wie diese Dimensionen möglichst valide und reliabel zu erfassen sind. Sichtweisen und Diskurse im Themenfeld Alkohol sind stark von moralisch-weltanschaulichen Perspektiven geprägt, es ist daher unbedingt erforderlich, die sachlich-wissenschaftliche Ebene von der Ebene der Werturteile zu trennen. Das Handbuch: Alkohol-Österreich versteht sich als Beitrag zur Versachlichung des Diskurses über Alkohol als Genussmittel bzw. als Problemsubstanz.

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Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz