Evaluation Projekt GISA

Auftraggeber: DAFF - Dachverband Burgenländischer Frauen-, Mädchen- und Familíenberatungsstellen
Laufzeit: Mai 2019 bis April 2022
Ansprechperson GÖG: Sylvia Gaiswinkler

Im Burgenland leben rund 147.300 Frauen; etwa 80 Prozent von ihnen (118.300) sind älter als 15 Jahre. Obwohl es seit dem Jahr 2001 in allen sieben Bezirken des Bundeslandes gut vernetzte Frauen-, Mädchen- und Familienberatungsstellen gibt, fehlen Strukturen zur Förderung von Frauengesundheit und zur geschlechtergerechten Betrachtung von Gesundheit.

Gesundheitsbezogene Faktoren zeigen jedoch, dass gerade Frauen von spezifischen Belastungs- und Einflussfaktoren in Bezug auf Gesundheit und Krankheit betroffen sind wie etwa: Mehrfachbelastungen durch Beruf und Familie, Anforderungen innerhalb der Familie, sozioökonomische Belastungen (z. B. geringes Einkommen, atypische Beschäftigungsverhältnisse etc.), Gewalterfahrungen, mangelnde Bewegungsräume im öffentlichen Raum, Diskriminierungserfahrungen (z. B. aufgrund eines Migrationshintergrundes) sowie unterschiedliche Belastungen in verschiedenen Alterssegmenten. Mit dem auf drei Jahre angelegten FGÖ-geförderten Projekt GISA soll eine umfangreiche Expertise der Frauengesundheitszentren für den systematischen Kompetenzauf- und -ausbau im Bereich Frauengesundheit geschaffen werden. Bestehende Angebotslücken sollen mit bedarfsgerechten Angeboten gefüllt werden, und Frauengesundheitsthemen sollen regional vernetzt bearbeitet und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Der DAFF, der Dachverband burgenländischer Frauen-, Mädchen- und Familienberatungsstellen, hat die Gesundheit Österreich Forschungs- und Planungs GmbH (GÖ FP) mit einer begleitenden prozess- und ergebnisbezogenen Evaluation des Projekts GISA beauftragt.