Epidemiologie osteoporotischer Frakturen

Auftraggeber: Ludwig Boltzmann Institut für Experimentelle und Klinische Traumatologie
Laufzeit: Jänner 2020 bis Dezember 2020
Ansprechperson GÖG: Andreas Birner

Fragilitätsfrakturen sind bei älteren Menschen oft der Grund für lange Krankenhausaufenthalte, Verlust an Selbstständigkeit und erhöhte Pflegebedürftigkeit bzw. führen ihre Folgen auch oft zu einem vorzeitigen Tod. In Fortführung bereits vorliegender Forschungsarbeiten hat das Ludwig Boltzmann Institut für Experimentelle und Klinische Traumatologie die Gesundheit Österreich Forschungs‐ und Planungs GmbH beauftragt, eine auf empirischen Daten beruhende epidemiologische Analyse der osteoporotischen Fragilitätsfrakturen in Österreich durchzuführen.

Ausgangsbasis für die Untersuchung waren die Daten der Diagnosen- und Leistungsdokumentation der österreichischen Krankenanstalten, welche - unter Einbeziehung der Empfehlung der Experten Hans Peter Dimai und Christian Muschitz - mit den Daten aus dem MEDOK-System der AUVA kombiniert wurden, um für die Analyse essenziell bedeutsame zusätzliche Informationen in die Berechnungen zu integrieren.

Das Ergebnis ist eine Prävalenzschätzung für die Jahre 2015 bis 2018 nach Altersgruppen und Geschlecht im Bundesländervergleich. Dabei wird für das Jahr 2018 österreichweit eine Prävalenz von rund 2.600 je 100.000 Einwohner/‐innen im Alter von 50 Jahren und älter errechnet. Knapp mehr als die Hälfte aller Frakturen in dieser Altersgruppe hat einen osteoporotischen Hintergrund. Dieser Anteil steigt mit zunehmendem Alter, wobei der Effekt bei Frauen ausgeprägter ist als bei Männern.

Weiterlesen:
Epidemiologie osteoporotischer Fragilitätsfrakturen