Bevölkerungsbeteiligung

Gesundheitskompetenz und Gesundheitsförderung teilen das Grundprinzip Partizipation.

Partizipation ist immer dort gefragt, wo es nicht die eine Antwort gibt und Zusammenarbeit vonnöten ist, um Neuerungen oder Verbesserungen herbeizuführen. Partizipation anerkennt dabei Ressourcen und Bedarfe aller Beteiligten (der Patientinnen/Patienten, der Angehörigen der Gesundheitsberufe, der regionalen Akteure, der Systemverantwortlichen). Im gemeinsamen Dialog werden diese berücksichtigt und gemeinsam getragene Antworten bzw. Lösungen erarbeitet. Wesensmerkmal der Partizipation ist, dass klar geregelt ist, wie eine Entscheidung gefällt wird und wie weit das Recht auf Mitbestimmung der von der Entscheidung betroffenen Personen reicht. Partizipation mit Fokus auf Bevölkerungsbeteiligung ist bewusst breit gehalten, um je nach Kontext Bürger/-innen, Familien und Patientinnen/Patienten oder weitere Bevölkerungsgruppen zu beteiligen, um „Brücken“ zwischen der Lebenswelt der Menschen in Österreich und dem heimischen Gesundheitssystem zu etablieren. Dadurch wird ein wichtiger Beitrag zu gesundheitlicher Chancengerechtigkeit und nachhaltiger Gesundheitsversorgung geleistet und die Grundlage für die Koproduktion von Gesundheit gelegt.

Das Spektrum der Arbeiten in diesem Schwerpunkt reicht von Studien zur Erstellung wissenschaftlicher Grundlagen (u. a. zu möglichen Patientenvertreterinnen/-vertretern und ihren Bedarfen) über die Entwicklung von Unterstützungstools für Beteiligungsprozesse bis zur Konzeption, Umsetzung und Begleitung von Beteiligungsprozessen, z. B. hinsichtlich der Beteiligung von Patientinnen/Patienten an der Gestaltung von Versorgungseinrichtungen.

 

Kontakt: Daniela Rojatz