Bedarfsanalyse zur mittel- und langfristigen Sicherstellung der arbeitsmedizinischen Versorgung

Auftraggeber: BMGF (jetzt: BMASGK) in Kooperation mit AUVA
Laufzeit: Oktober bis Dezember 2016
Ansprechperson GÖG: Sarah Ivansits

Sowohl die arbeitsmedizinischen Anforderungen in den Betrieben (arbeitsmedizinischer Bedarf) als auch die Verfügbarkeit von Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmedizinern (arbeitsmedizinische Ver­sorgung) unterliegen einem stetigen Wandel. Mittel- wie langfristiges Sicherstellen der arbeits­medizinischen Versorgung in Österreich wird damit zu einem akuten Anliegen.

Aus Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmediziner betreffenden Daten, die der GÖG von der AUVA, arbeitsmedizinischen Zentren, der Österreichischen Ärztekammer und den Akademien für Arbeits­medizin zur Verfügung gestellt wurden, lassen sich Aussagen über den Status quo sowie die Absol­ventenzahlen ableiten. Diese erlauben aber kein vollständiges Bild der tatsächlichen Versorgungs­situation, da die gegenwärtige Datenlage hierfür nicht ausreicht. Dennoch konnte auf Basis aufberei­teter Daten und mithilfe von Annahmen der Ist-Bedarf geschätzt und eine Prognose abgegeben werden.

Nach Einschätzung von Expertinnen und Experten ist davon auszugehen, dass das Angebot unter den bestehenden Rahmenbedingungen sinken wird. Demgegenüber wird ein steigender Bedarf prognosti­ziert, insbesondere aufgrund demografischer und epidemiologischer Entwicklungen sowie geänderter gesetzlicher Rahmenbedingungen. Daher ist künftig mit einem Mangel an arbeitsmedizinischer Ver­sorgung zu rechnen, falls es nicht gelingt, geeignete Maßnahmen, die dieser Entwicklung entgegen­wirken, zu identifizieren und umzusetzen.

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Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz